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Neue Namen in der Bundesliga | 2005-06-02


Düsseldorf - Schon lange vor der 43. Bundesliga-Saison müssen sich die Fußball-Fans in Deutschland an neue Namen gewöhnen. Zum Beispiel Jawhar Mnari, Sibusiso Zuma, Ali Karimi, Josip Tadic, Rafael van der Vaart oder Anthony Lurling.

Mnari, tunesischer Nationalspieler, ist einer der Neuen beim 1. FC Nürnberg, Zuma folgt bei Arminia Bielefeld seinem Richtung Dortmund abgewanderten südafrikanischen Landsmann Delron Buckley. Der Iraner Ali Karimi soll bei Meister und Pokalsieger Bayern München mit Toren für Furore sorgen. Der Kroate Tadic, neu bei Bayer Leverkusen, ist ebenfalls Stürmer und gilt mit seinen 17 Jahren als eines der großen europäischen Talente. Van der Vaart ist als niederländischer Nationalspieler längst etabliert, der Hamburger SV lässt sich den 22-Jährigen rund 5,1 Millionen Euro kosten. Sein Landsmann Lurling (Marktwert rund 1,4 Millionen Euro) heuerte beim 1. FC Köln an.

Mittelfeldmann van der Vaart ist mit dieser Summe eine Ausnahme. Die Regel besagt, dass die deutschen Eliteclubs weiter sparen und extrem darauf achten, dass keine Ablöse bezahlt werden muss. Aufgeblähte Kader werden weiter reduziert, bei Borussia Dortmund etwa wurde das Gehaltsvolumen für den Profibereich von einstmals 67 Millionen Euro auf 28 Millionen Euro heruntergefahren. Es werde weitere Maßnahmen geben, die uns wehtun, kündigte BVB-Präsident Reinhard Rauball an. Alles müsse in den Schuldenabbau fließen, auch Transfererlöse. Und zwar komplett.

Dieses Gebaren trifft nicht jeden Verein, aber die meisten halten sich an zwingende Vorgaben. Bis Ende Mai hat die Bundesliga lediglich etwas mehr als 18 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Vor der soeben beendeten 42. Saison waren es rund 65 Millionen Euro für 121 Profis. Die Rekordsumme von 150 Millionen Euro aus der Spielzeit 2001/2002 wird bis zum Ende der Transferperiode unerreicht bleiben.

Nur bei acht Wechsel-Geschäften wurde bis zum 31. Mai die Summe von einer Million Euro oder mehr investiert. Van der Vaart ist der Teuerste. Champions-League-Qualifikant Werder Bremen ließ sich Nationalspieler Patrick Owomoyela (von Arminia Bielefeld) 2,0 Millionen und den Dänen Leon Andreasen 1,8 Millionen Euro kosten. Der VfL Wolfsburg überweist für Abwehr-Talent Matthias Langkamp 1,3 Millionen Euro an die Bielefelder.

Vahid Hashemian (von Bayern München) und Hanno Balitsch (vom FSV Mainz 05) zog es für insgesamt 2,2 Millionen Euro zu Hannover 96. Der Tscheche Jan Polak ist bei einem geschätzten Marktwert von 3 Millionen Euro für den 1. FC Nürnberg relativ preiswert zu haben gewesen: Die Ablösesumme soll zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro liegen. Auch bei Lurlings Wechsel von Feyenoord Rotterdam nach Köln dürfte mehr als 1 Million Euro geflossen sein. Der Club machte keine Angaben zu den Wechsel-Modalitäten.


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