Regensburg scheint gerettet - Stadt gibt Geld | 2005-06-09
Regensburg - Der existenzbedrohte Fußball-Regionalligist Jahn Regensburg scheint gerettet. Die zuständigen Ausschüsse des Regensburger Stadtrates beschlossen beschlossen, dem Traditionsverein mit 360 000 Euro unter die Arme zu greifen.
Die Stadt will damit Investitionen ablösen, die der SSV Jahn nach dem Aufstieg in die 2. Liga vor zwei Jahren am städtischen Stadion vorgenommen hat. Damals wurden unter anderem die Flutlichtanlage aufgerüstet und eine zusätzliche Tribüne gebaut. 2004 war der Jahn dann nach bereits nur einer Saison wieder abgestiegen.
Bereits vor wenigen Tagen hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Hans W. Bauer mitgeteilt, dass sich nach langer Suche doch noch ein Sponsor für den hoch verschuldeten Verein gefunden habe. Der Geldgeber, mit dessen Unterstützung die für die Lizenzerteilung benötigten 950 000 Euro aufgebracht werden sollen, soll am 10. Juni auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden.
Bauer zeigte sich über die Finanzzusage der Stadt erleichtert. Das ist ein Eimer voll, sagte er. Bürgermeister Gerhard Weber (CSU) erklärte, dass der drohende Zwangsabstieg des Vereins in die Bayernliga ein schwerer Imageverlust auch für die Stadt wäre. Die Auszahlung des Geldes wurde von der Kommune an die Bedingung geknüpft, dass ein Insolvenzverfahren abgewendet wird und der Jahn so auch in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen kann. Zudem müsse ein tragfähiges Konzept für die weitere Entwicklung des Vereins vorgelegt werden.
Der von Mario Basler trainierte Verein muss noch die Lizenzauflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfüllen. Ende April hatte der oberpfälzische Club beim zuständigen Amtsgericht wegen hoher Schulden Insolvenzantrag stellen müssen. Fortan begann eine fieberhafte Suche nach möglichen neuen Geldgebern.