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DFB-Chef Zwanziger baut auf Klinsmann | 2005-06-13


Frankfurt/Main - Zum Start des Confederations Cups hat DFB-Präsident Theo Zwanziger seinem wichtigsten Angestellten Jürgen Klinsmann erneut die volle Rückendeckung bis zum Weltmeisterschafts-Endspiel 2006 zugesichert.

Der Bundestrainer ist bis zum Tag des Finals der unangefochtene Chef und ihm hat niemand reinzureden, betonte Zwanziger in einem Interview mit der Zeitung Die Welt. Die Entwicklung der Nationalelf in der Amtszeit von Klinsmann, der einen Vertrag bis Sommer 2006 besitzt, sei sehr positiv, ergänzte der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Dass die Führungsriege des DFB den Tag nach der WM im eigenen Land im Hinterkopf vorbereiten müsste, sei völlig normal: Wir müssen an Alternativen denken, wenn Jürgen Klinsmann nicht weiter machen sollte, sagte Zwanziger, machte aber deutlich, dass der Verband bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aktiv geworden ist. Darüber ist noch kein Wort gesprochen, unterstrich der DFB-Chef. Klinsmann trage dazu bei, aus eingefahrenen Gleisen zu kommen. Die Bewertung seiner Arbeit werde dann mit der WM 2006 kommen: Inwieweit es die Spieler tatsächlich weiter bringt, werden wir spätestens 2006 sehen. Die Leistungsfähigkeit der Mannschaft wird darüber der Maßstab sein.

Um ein Chaos wie nach der EM 2004 auszuschließen, hat Zwanziger für die Zeit nach 2006 noch immer auch das Modell Sportdirektor im Kopf. Auf einer der nächsten Präsidiumssitzungen nach dem Confed-Cup werde auch nach der Absage von Berti Vogts das Thema besprochen. Ein Anforderungskriterium formulierte Zwanziger so: Er muss eine Person sein, die selbst nicht unbedingt den Ehrgeiz hat, Bundestrainer zu sein, aber auf Grund ihrer Fähigkeiten und Reputation in der Lage ist, einzuspringen.

Für die WM-Generalprobe, in die Deutschland gegen Australien startet, wünscht sich Zwanziger sportlichen Erfolg: Das Team versprüht einen neuen Geist, aber jetzt gilt es, sich gegen die Großen als konkurrenzfähig zu erweisen, damit die Fans an den WM-Erfolg glauben. Zwar würden mit einem Erfolg beim Confed-Cup die Erwartungen sicher noch steigen, doch dies sei eher zu verkraften als ein Negativ-Erlebnis: Wenn die Leute an den Stammtischen darüber reden, was wir für eine Losertruppe haben, ist das für 2006 nicht so günstig.

Als Vizepräsident des WM-Organisationskomitees sei er erleichtert, dass die Bundestags-Neuwahlen nun vorgezogen schon im Herbst dieses Jahres stattfinden werden. Natürlich wäre es sehr schwierig geworden, die Bundestagswahl im September 2006 so in die WM hinein zu bringen, dass wir fair mit jedem hätten umgehen können, sagte Zwanziger und ergänzte: So ist mir es lieber.


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