Kaiserslautern - Auf den Tag genau ein Jahr vor dem ersten Vorrundenspiel um die Fußball-WM 2006 im Fritz-Walter-Stadion hat in der kleinsten deutschen WM-Stadt Kaiserslautern der offizielle Countdown für die größte Fußball-Show der Welt begonnen.
Allerdings mit einer kleinen Panne. Denn erst fünf Stunden später als geplant setzte sich am 13. Juni das Werk der überdimensionalen WM-Uhr an einem Kaufhaus in der Innenstadt in Bewegung, um die Tage und Stunden bis zum WM-Auftakt zu zählen.
Kaiserslauterns Oberbürgermeister Bernhard J. Deubig nahm es gelassen: In Kaiserslautern gibt es nur Pannen, wenn es noch nicht ernst ist, sagte Deubig, dessen 58. Geburtstag am 13. Juni 2006 mit dem ersten WM-Vorrundenspiel in Kaiserslautern zusammenfällt. Bis dahin wird die riesige WM-Uhr am Fackelrondell in der Stadtmitte genau 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage und 8760 Stunden funkgenau rückwärts anzeigen.
Ohne Panne verlief dagegen in dem bis zum 19. Juni aufgestellten WM-Globus eine WM-Matinee mit ehemaligen Weltmeistern in amüsanter Gesprächsrunde. Ex-Nationalspieler Uwe Seeler, Wolfgang Overath und Günter Netzer ließen ihre WM-Erlebnisse noch einmal Revue passieren und formulierten ihre persönlichen Vorstellungen zur WM 2006.
So wird nach Ansicht von Netzer die WM 2006 das größte, schönste und bedeutendste Ereignis, das jemals in Deutschlands stattfinden wird. Die schönsten Fußball-Stadien der Welt seien Garanten dafür, und auch für einen Schub für den deutschen Fußball. Netzer behauptete: Die WM wird auch ein großer wirtschaftlicher Erfolg.
Für Uns Uwe ist der Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins WM-Halbfinale realistisch, ins Endspiel ein Wunschtraum. Optimistisch äußerte sich auch Overath, der mit Teamchef Jürgen Klinsmann Aufbruchstimmung in den Nationalkader einziehen sah. Overath und Netzer äußerten allerdings auch Zweifel, ob Deutschland mit nur einem Führungsspieler wie Michael Ballack bei der WM weit komme: Wenn Ballack ausgeschaltet wird, gibts ein Problem.
An der WM-Matinee nahmen auch die Weltmeister von 1954, Ottmar Walter und Horst Eckel, sowie René C. Jäggi als Geschäftsführer der OK-Außenstelle Kaiserslautern teil. Jäggi: Mit der Deutschland-Reise des WM-Globus ist etwas ganz Großes auf den Weg gebracht worden.
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