Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

3:0 für DFB-Team gegen Tunesien - Argentinien-Sieg | 2005-06-18


Köln - Mit drei späten Toren hat sich die deutsche Fußball- Nationalmannschaft einen Platz im Halbfinale des Confederations Cups gesichert.

Durch die Treffer von Kapitän Michael Ballack (74./Foulelfmeter), Bastian Schweinsteiger (80.) und Mike Hanke (89.) zum unverdient hohen 3:0 (0:0) gegen Tunesien feierte das Team vor 46 000 Zuschauern im Kölner RheinEnergy-Stadion seinen zweiten Turniererfolg und kann nun sogar auf den Gruppensieg hoffen. Voraussetzung dafür ist im abschließenden Spiel der Gruppe A in Nürnberg ein Punktgewinn gegen Argentinien. Der zweifache Weltmeister gewann zwar gegen Australien (4:2) ebenfalls zum zweiten Mal, liegt aber in der Tabelle hinter dem deutschen Team. Beim Gruppen-Finale muss die Klinsmann-Elf auf Arne Friedrich verzichten, der gegen Tunesien seine zweite Gelbe Karte sah.

Das Positivste an einem lange Zeit wenig ansehnlichen Spiel war der energische deutsche Schlussspurt und die Tatsache, dass die zuletzt viel gescholtene Abwehr erstmals wieder ohne Gegentor blieb. Damit haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Argentinien ist natürlich ein anderes Kaliber. Aber jetzt wollen wir auch versuchen, den Gruppensieg zu erringen, sagte Kapitän Ballack, der seinen achten Elfmeter im DFB-Trikot verwandelte. Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, Geduld zu haben und das Tor noch mehr zu erzwingen, meinte Klinsmann nach dem schwer erkämpften dritten Heimsieg im fünften Spiel. Wir wussten, dass wir für 90 Minuten Luft haben, und die Tunesier nicht, sagte Lukas Podolski, der zwei Treffer vorbereitet hatte, nach seiner Länderspiel-Premiere vor heimischer Kulisse.

Erst ein Kraftakt und späte personelle Veränderungen Klinsmanns brachten die Wende in einer Partie, in der die deutsche Mannschaft nicht an die beim 4:3 gegen Australien gezeigte Offensivleistung anknüpfen konnte. Zu lange fehlte es den Aktionen an Durchschlagskraft, Sicherheit und Präzision. Dabei machte sich der etwas überraschende Einsatz von Gerald Asamoah und Sebastian Deisler in der Startelf nicht bezahlt. Der für Bernd Schneider gekommene Münchner, zum ersten Mal seit Oktober 2004 von Beginn an dabei, wirkte häufig übermotiviert und in der Rückwärtsbegegnung ohne Orientierung. Asamoah, für Kevin Kuranyi ins Team gerückt, verzettelte sich in Einzelaktionen und vergab zudem die große Chance, dem Team mit einem frühen Führungstor Sicherheit zu geben.

Dass das deutsche Angriffsspiel nicht recht auf Touren kam, lag aber auch an der veränderten taktischen Ausrichtung des Mittelfeldes. Weil Kapitän Michael Ballack diesmal auch Defensivaufgaben verrichten musste, fiel der Münchner häufig für die Spielgestaltung aus. Erst in der Schlussphase harmonierten Podolski und Schweinsteiger besser miteinander. Podolski leistete zu zwei Treffern die Vorarbeit, ehe der für den Kölner ins Spiel gekommene Hanke mit seinem ersten Tor im zweiten Länderspiel den Schlusspunkt setzte.

Von der Umstellung im Mittelfeld profitierte am ehesten Torsten Frings, der sich in der zweiten Halbzeit sogar zum besten deutschen Spieler aufschwang. Sicherer als zuletzt stand die Abwehr, in der sich der im Mittelpunkt der Medienschelte stehende Robert Huth nach schwachem Beginn deutlich steigerte. Dagegen leistete sich Thomas Hitzlsperger eine viel zu hohe Fehlerquote.

Bei sommerlichen Temperaturen startete die deutsche Mannschaft auch in ihr zweites Turnierspiel mit viel Schwung. Schon in der vierten Minute lag die Führung in der Luft, als Asamoah allein auf das tunesische Tor zulief. Doch statt auf den besser postierten Deisler zu spielen, schoss der Schalker selbst und scheiterte an Ali Boumnijel. In der 9. Minute vergab der von Huth aus den Augen gelassene Zied Jaziri mit einem Heber die erste Gelegenheit für die Gäste. Mit viel Glück und nur dank einer tollen Reaktion des vom Kölner Publikum mit Beifall bedachte Jens Lehmann entging die deutsche Mannschaft in der 26. Minute dem drohenden Rückstand, als Clayton eine Ecke auf die kurze Ecke schlug und der dort postierte Hitzlsperger stehen blieb, anstatt den Ball herauszuköpfen.

In der 57. Minute musste Lehmann bei einem Schuss von Adel Chadli erneut Flurschaden verhindern. Erst nach einer Stunde reagierte der Bundestrainer auf das konfuse Angriffsspiel seiner Elf und brachte mit Kuranyi einen frischen Stürmer aufs Feld. Doch am Ende benötigte das Team einen Elfmeter zum Torerfolg. Nach einer Attacke von Wissem Abdi verwandelte der gefoulte Ballack selbst und markierte seinen 26. Länderspiel-Treffer. Zehn Minuten vor dem Ende führte eine herrliche Coproduktion von Podolski und Schweinsteiger zum 2:0.

In der zweiten Partie des Abends erzielten vor 25 000 Zuschauern im Npürberger Frankenstadion Luciano Figueroa (12./53./89. Minute) und Juan Riquelme (32./Foulelfmeter) die Tore für die nur eine Stunde lang überlegenen Argentinier. Australien, für das John Aloisi (61./Foulelfmeter, 69.) erneut doppelt traf, muss dagegen nach dem letzten Gruppenspiel gegen Tunesien vorzeitig die Heimreise antreten.


Cottbus setzt Verfolger unter Druck
Nürnberger Trainingsstart ohne Schäfer und Mintal
Premiere und Telekom zeigen Bundesliga
Stielike plant nach Auftaktsieg radikalen Umbau
FCK-Lichtblicke im Abstiegskampf - Düsternis in Mainz
Köln bei Trainingsauftakt ohne Coach
Xavi: Vom Pechvogel zum Dirigenten
Statistik zu Portugal - Iran
Extra Fußball-Bundesliga
Die möglichen Bremer Qualifikations-Gegner

1927 | 1208 | 1925 | 1599 | 1185 | 13632 | 13006 | 13007 | 13469 | 13977 |