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Osnabrück will Anschluss an die Spitze finden | 2005-04-28


Osnabrück - Gemeinsam stiegen der VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig 1993 ab, gemeinsam wollen die beiden Traditionsclubs zurück in die 2. Fußball-Bundesliga.

Am 30. April treffen die niedersächsischen Altrivalen in einem Schlagerspiel der Regionalliga Nord aufeinander. Vor einer stattlichen Kulisse, denn zu dem Verfolgergipfel zwischen dem Dritten und dem Vierten, werden über 15 000 Zuschauer in der osnatel Arena erwartet. Der 33. Spieltag bietet nicht nur wegen des Traditionsduells reichlich Zündstoff. Im Spitzenspiel stehen sich die beiden erstplatzierten Teams, der VfB Lübeck und der SC Paderborn, gegenüber.

In der Tabelle führt der VfB Lübeck mit 60 Punkten aus 31 Spielen vor dem SC Paderborn (30 Spiele/59 Punkte), Braunschweig (30/58) und Osnabrück (30/54). Wir müssen alle unsere Spiele gewinnen, dann steigen wir auf, sagte der Osnabrücker Mannschaftskapitän Markus Feldhoff vor dem brisanten Duell. Der Fernsehsender NDR nutzt die Gelegenheit zu einer einstündigen zeitversetzten Konferenzschaltung der beiden Top-Spiele in der Liga (17.00 Uhr).

Die beiden Vereine aus Niedersachsen haben neue, junge Mannschaften aufgebaut und mit dem Vorstoß in die Spitzengruppe ihr Soll eigentlich erfüllt. Nun wollen sie aber mehr. Unsere Spieler wollen in die 2. Liga, bestätigte Eintracht-Trainer Michael Krüger, in Osnabrück müssen sie zeigen, dass sie dem Druck gewachsen sind. Beim VfL hat Trainer Claus-Dieter Wollitz seine Mannschaft bereits intensiv auf den Saison-Endspurt eingestimmt. Wenn wir unser Potenzial abrufen, ist keiner besser als wir, verkündete der ehemalige Bundesliga-Profi selbstbewusst.

Das Duell ist auch der Vergleich der Top-Torjäger. Der von Werder Bremen nach Braunschweig gewechselte Ahmet Kuru (20 Treffer) verhandelte vor der Saison auch in Osnabrück, wo Ex-Bundesligaprofi Thomas Reichenberger (17 Treffer) die Folgen einer Knie-Operation in Rekordzeit überstanden hat.

Beide Clubs träumen davon, sich mittelfristig in der 2. Bundesliga zu etablieren. Da gehören beide auch hin, sagte der Braunschweiger Manager Wolfgang Loos, der früher in Osnabrück tätig war. Die Vorhaben sind bisher jedoch gescheitert. Dennoch halten die Fans die Treue, der Zuschauerschnitt ist bei beiden fünfstellig. Rund 4000 Eintracht-Fans werden in Osnabrück zum 71. Aufeinandertreffen dieser Traditionsvereine erwartet.


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