Elfmeter mit Folgen: Spanischer Schiri vor Gericht | 2004-09-17
Valencia - Zum ersten Mal muss sich in Spanien ein Fußball- Schiedsrichter wegen einer angeblichen Fehlentscheidung vor Gericht verantworten.
Richterin Matilde Sabater Alamar hat nach Presseberichten das Verfahren eröffnet, nachdem der Schiedsrichter Pedro Tristante von mehr als 300 Mitgliedern des FC Valencia verklagt worden war. Der 42-jährige Unparteiische hatte in der vergangenen Saison die Empörung der Spieler und Fans auf sich gezogen, weil er in der 90. Minute der Partie des FC Valencia bei Real Madrid einen Elfmeter gepfiffen und so den Sieg der Valencianer verhindert hatte.
Anwalt Andrés Sanchís warf dem Schiedsrichter in seiner Anklage vor, Verein und Fans einen moralischen Schaden zugefügt zu haben. Die Eröffnung des Verfahrens zeige, dass Referees sich wie alle anderen Berufstätigen auch in der Gesellschaft für ihr Handeln verantworten müssten.
Schiedsrichter Tristante hatte auch nach einem Spiel zwischen Deportivo La Coruna und dem FC Barcelona im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt: Er stellte Barças brasilianischen Mittelfeldstar Thiago Motta für Fouls vom Platz, die andere Spieler seiner Mannschaft begangen hatten.