Arsenal siegt weiter - Dämpfer für Manchester | 2004-10-18
London/Frankfurt/Main - Der FC Arsenal hat sich auch im 49. Spiel der Premier League in Serie schadlos gehalten - doch Dopingmeldungen und die wieder forcierten ManU-Übernahmepläne des US-Milliardärs Malcolm Glazer sorgen für die größeren Schlagzeilen im englischen Fußball.
Der Titelverteidiger und Tabellenführer mit dem deutschen Nationaltorwart Jens Lehmann setzte sich trotz eines frühen 0:1-Rückstandes mit 3:1 (2:1) vor eigener Kulisse gegen Aston Villa durch und baute seinen Vorsprung auf fünf Punkte aus, da Verfolger und Stadtrivale FC Chelsea mit 0:1 bei Manchester City unterlag.
In London wendeten die französischen Legionäre Robert Pires (18./Foulelfmeter, 72.) und Thierry Henry (45.+1) das Blatt zu Gunsten der Gunners. Vor 38 137 Zuschauern hatte Lee Hendrie die Gäste mit Nationalmannschafts-Debütant Thomas Hitzlsperger nach nur 149 Sekunden in Führung gebracht.
Während der FC Liverpool um Dietmar Hamann einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Auswärtserfolg über den FC Fulham verwandelte und damit Selbstvertrauen für das Champions-League-Heimspiel gegen Deportivo La Coruna tankte, erhielt Manchester United einen Dämpfer. Die Mannschaft von Trainer Sir Alex Ferguson - in der Champions League zu Gast bei Sparta Prag - kam in Birmingham nicht über ein 0:0 hinaus.
Vor dem brisanten Heimspiel gegen die unbezwingbaren Kanoniere heizte Ferguson die Stimmung zusätzlich an. In der vergangenen Saison waren vier Arsenal-Spieler nach der ruppigen Partie gesperrt worden. Was die Arsenal-Spieler damals zeigten, war das Schlimmste, was ich im Sport jemals miterleben musste, meinte der Coach. Die Gunners seien ungeschoren davongekommen, die Strafen lächerlich gewesen.