Kaiserslautern - Der Berater des Fußball-Profis Ciriaco Sforza, Martin Wiesner, hat das angeklagte frühere Führungstrio des 1. FC Kaiserslautern belastet.
Die Idee der verdeckten Gehaltszahlungen sei von der FCK-Führung ins Spiel gebracht worden, sagte Wiesner als Zeuge vor dem Landgericht Kaiserslautern. Die Anklage wirft dem ehemaligen Vorstands-Vorsitzenden des Fußball-Bundesligisten, Jürgen Friedrich, dessen damaligen Vorstandskollegen Gerhard Herzog und dem früheren Aufsichtsrats-Vorsitzenden Robert Wieschemann vor, über Verträge mit Dritten verschleierte Gehaltszahlungen an fünf frühere FCK-Profis geleistet zu haben.
Der als offizieller FIFA-Spielervermittler registrierte Wiesner berichtete, dass der FCK Sforza bei dessen erster Verpflichtung im Jahr 1997 auf Umwegen über die Schweiz rund eine Million Mark habe zukommen lassen. Insgesamt seien aus FCK-Kassen mittels vier verschiedener Verträge mehr als 2,5 Millionen Mark an Wiesner und dessen Firma in der Schweiz geflossen. Davon habe er, so der Spielervermittler, rund eine Million Mark an Sforza weitergeleitet.
An den Vertragsverhandlungen beteiligt gewesen seien in wechselnder Besetzung der frühere sportliche Leiter des FCK, Hans-Peter Briegel, Ex-Vizepräsident Axel Ulmer, Friedrich als damaliger Aufsichtsrats-Vorsitzender und Aufsichtsrats-Mitglied Wieschemann. Letzteren bezeichnete Wiesner als finanziellen Antreiber und Macher.
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