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Mexikaner Pardo und Osorio dürfen in Urlaub | 2007-06-24


Chicago - Pavel Pardo kann keinen Ball mehr sehen. Während seine mexikanischen Teamkollegen nach dem Finale des Goldcups in Chicago gegen die USA zur Copa America nach Venezuela weiterreisen, darf der Spieler des deutschen Fußball-Meisters VfB Stuttgart endlich in die Ferien.

Wir brauchen auch mal Zeit für unsere Familien. Ich habe seit der WM in Deutschland keinen Urlaub mehr gehabt und muss meinem Körper jetzt einfach mal eine Pause gönnen. Die kommende Saison ist sehr wichtig, schließlich werden wir in der Champions League spielen, sagte Pardo. Auch auf die Dienste seines schwäbischen Clubkollegen Ricardo Osorio verzichtet Trainer Hugo Sanchez bei der Südamerika-Meisterschaft. Mit seinem Tor zum 1:0 gegen Guadeloupe hatte Kapitän Pardo Rekordsieger Mexiko ins Finale des Goldcups geschossen.

Für die anderen geht der Turnierstress weiter. Schon am 25. Juni fliegen die US-Amerikaner nach Maracaibo, um sich auf ihre Gruppenspiele gegen Argentinien (28. Juni), Paraguay (2. Juli) und Kolumbien (5. Juli) vorzubereiten. Als einer von neun Spielern aus seinem Team, die beide Turniere bestreiten, ist Torhüter Kasey Keller mit von der Partie. Der Schlussmann von Bundesliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach war schon 1995 dabei, als die US-Boys letztmals die Kräfte mit Südamerikas Fußball-Größen maßen. Damals war Keller sogar ins All-Star-Team gewählt worden. Außerdem gehört weiter Benny Feilhaber vom Hamburger SV zum Kader von Trainer Bob Bradley. Die Ex- Leverkusener Landon Donovan und Frankie Hejduk kehren dagegen auf Wunsch ihrer US-Clubs zu Los Angeles Galaxy und Columbus Crew zurück.

Nach dem Finale des Goldcups, dessen Sieger sich für den Confederations Cup 2009 in Südafrika qualifiziert, wartet in Venezuela die nächste große Herausforderung. Dieses Turnier ist ideal, um unsere Spieler unter großem Druck zu testen. Das zeigt mir, ob ich die richtigen Spieler dabei habe, und die Spieler werden sehen, wie weit sie körperlich und mental gehen können, sagte US- Coach Bradley, der die Copa America als exzellentes Turnier mit großer Historie bezeichnete. Das hilft unseren Leuten, besser zu werden, und dadurch werden wir auch ein besseres Team. Vorgänger Bruce Arena hatte die Einladungen zur Copa stets abgelehnt, weil die US-Clubs die wichtigsten Spieler nicht freigestellt hatten.

Einen hohen Stellenwert hat das Turnier auch für die Mexikaner. Schon zwei Mal stand die Tri im Finale. 1993 unterlag man in Ekuador mit 1:2 gegen Argentinien, 2001 verloren die Mexikaner gegen Gastgeber Kolumbien mit 0:1. Diesmal heißen die Gegner in der Vorrunde Brasilien (27. Juni), Ekuador (1. Juli) und Chile (4. Juli). Wie Pardo und Osorio wird dann auch Carlos Salcido längst im Urlaub sein. Auch der Abwehrspieler vom PSV Eindhoven erhielt von Trainer Sanchez frei.


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