Peter Neururer: Jetzt sind andere am Zug | 2005-05-16
Sie sind nach dem 2:0 des VfL Bochum gegen Stuttgart sofort aus dem Ruhrstadion verschwunden und nicht einmal zur Pressekonferenz erschienen. War der Abschied zu emotional?
Neururer: Ja, immerhin bin ich seit dreieinhalb Jahren Trainer in Bochum. Wir haben hier zusammen viel erreicht. Ich fühle mich hier nach wie vor sehr wohl, habe ein enges Verhältnis zum Verein und besonders zum Präsidenten Werner Altegoer.
Trotz des Sieges steht seit Pfingstsamstag fest, dass der VfL in der nächsten Saison in der 2. Liga spielen wird. Für diesen Fall hatten Sie und Altegoer vor 14 Tagen die Trennung beschlossen. Nun haben mehrere Spieler und viele Fans Ihnen den Rücken gestärkt und wollen den Vorstand zum Umdenken bewegen. Hat die Trennung noch Bestand?
Neururer: Leider kam der Sieg zu spät. Ich frage mich manchmal, warum die Mannschaft nicht früher so gespielt hat. Das andere zu entscheiden, liegt nicht in meiner Macht. Jetzt sind andere am Zug.
Würden Sie nun doch gerne beim VfL bleiben?
Neururer: Dazu sage ich nichts. Nur so viel: Wenn ich in der 2. Liga arbeite, dann nur beim VfL Bochum. Meine Familie möchte, dass ich weitermache.
Wie geht es nun weiter? Gibt es noch einmal Gespräche mit Altegoer?
Neururer: Wir unterhalten uns sowieso praktisch täglich. Also auch in dieser Woche. Bis zum letzten Spiel in Hamburg erwarte ich eine Entscheidung. Doch der Präsident tut sich im Moment auch schwer.
Was machen Sie nach dem Spiel in Hamburg?
Neururer: Am 31. Mai fahre ich in den Urlaub. Ich will mit den Co-Trainern Funny Heinemann und Nico Michaty sechs Tage mit dem Motorrad durch Spanien und Portugal fahren.