Berlin - Der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer hat sich gegen Vorwürfe des ebenfalls wegen Betrugs beschuldigten Ante S. zur Wehr gesetzt, der Berliner Referee sei der Anstifter im Wettskandal.
Ich möchte mich nicht frei von Schuld sprechen. Doch mir zu unterstellen, ich sei der so genannte Anstifter der Spiel-Manipulation gewesen, entspricht überhaupt nicht der Wahrheit, sagte Hoyzer in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Allein der finanzielle Vorteil, den jeder einzelne daraus gezogen hat, wird verdeutlichen können, wer welchen Tatbeitrag geleistet hat, ergänzte er.
Der 25-Jährige wies zudem die Behauptung von Ante S. zurück, er habe für Manipulationen von Spielen mehr als die bisher bekannt gewordene Summe von 67 000 Euro kassiert. Ich habe weder mehr Geld erhalten, noch irgendwo Geld versteckt, betonte Hoyzer, der nach eigenen Angaben seit März sein Leben mit Arbeitslosengeld bestreitet. Diesen Zustand aber wolle er schnell ändern. Hoyzer geht davon aus, dass das Verfahren bei der Berliner Staatsanwaltschaft zum Wettskandal durch die Aussagen von Ante S. beschleunigt werde. Der ehemalige Schiedsrichter hat Spielmanipulationen in vier Fällen und drei weitere Manipulationsversuche gestanden.
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