Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Sportgericht weist St. Pauli-Einspruch zurück | 2005-02-25


Frankfurt/Main - Das Sportgericht des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) hat in einem Grundsatzurteil klargestellt, dass nicht jedes von Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer geleitete Spiel wegen möglicher Manipulationen automatisch annulliert werden muss.

Aus Mangel an Beweisen wies das DFB-Sportgericht unter Vorsitz von Rainer Koch in Frankfurt/Main den Einspruch von Regionalligist FC St. Pauli gegen die Wertung der von Hoyzer gepfiffenen Meisterschaftspartie gegen den VfL Osnabrück (2:3/14. August 2004) zurück.

Die Frage war, ob jedes Spiel, das von Hoyzer gepfiffen worden ist, annulliert werden muss, erklärte Koch (Poing). Es ist nahe liegend, dass bei jedem von Hoyzer geleiteten Spiel der Unterlegene Bauchschmerzen bekommt. Aber es macht keinen Sinn, einen Einspruch zu führen, wenn man nichts auf den Tisch legen kann. Koch räumte allerdings ein, dass bei veränderter Beweis- und Informationslage die Verhandlungen wieder aufgenommen oder fortgesetzt werden könnten.

Der Sportgerichts-Vorsitzende stellte in der dreistündigen und zum Teil hitzig geführten Sitzung klar, dass Hoyzer bezüglich dieser Partie bei seinen Vernehmungen keinen Betrug eingestanden habe. Er hat sogar ausdrücklich gesagt, dass er die Partie nicht manipuliert hat und es gibt zur Stunde keine Hinweise, dass er unrichtig berichtet, betonte Koch, der damit St. Paulis eifrigem und mitunter polemischem Anwalt Carsten Grau die Luft aus den Segeln nahm.

Denn, so hatte Koch bei der Verhandlung der erwiesenermaßen verschobenen und annullierten Zweitliga-Begegnung LR Ahlen - Wacker Burghausen (1:0) ausgeführt: Es muss eine klare Verabredung zur Manipulation stattgefunden haben, diese nachgewiesen worden und das gewünschte Ergebnis auch zu Stande gekommen sein. Der aus der U-Haft entlassene Hoyzer hatte beim Ahlen-Spiel die Manipulation zugegeben, ebenso wie beim DFB-Pokalspiel SC Paderborn - Hamburger SV (4:2), dessen Verhandlung mit einem Vergleich endete: Der HSV erhält vom DFB rund zwei Millionen Euro Entschädigung inklusive eines Länderspiels.

Einspruchsführer St. Pauli versuchte vergeblich nachzuweisen, dass die Partie manipuliert wurde. Ich habe keine Tatsache vorliegen, die eine Manipulationsabrede beweisen, musste Anwalt Grau (In dubio pro Fairness) zugeben. Auch der Versuch, dass der Verlauf der Partie durch Hoyzer manipuliert worden sei, schlug fehl.

Wegen der aussichtslosen Lage hatte eine Stunde vor Beginn der Verhandlung Regionalliga-Rivale KFC Uerdingen seinen Protest gegen die Wertung der 1:4-Niederlage gegen den VfL Osnabrück vom 6. November 2004 zurückgezogen. Damit hatte bereits der fünfte Verein im Zuge des Wettskandals seinen Protest gegen möglicherweise manipulierte Spiele wegen geringer Erfolgsaussichten aufgegeben.

Dem DFB liegen derzeit acht weitere Einsprüche aus den drei höchsten Ligen gegen Spielwertungen vor, für die Verhandlungstermine noch nicht feststehen: Bundesliga: 1. FC Kaiserslautern - SC Freiburg (3:0/Einspruch Freiburg); 2. Bundesliga: MSV Duisburg - SpVgg. Greuther Fürth (1:0/Einspruch Fürth), Rot-Weiß Essen - Köln (2:2/Einspruch Köln), 1. FC Köln - Dynamo Dresden (3:2/Einspruch Dresden), Dynamo Dresden - SpVgg Unterhaching (1:0/Einspruch Unterhaching), Karlsruher SC - MSV Duisburg (0:3/Einspruch Karlsruhe); Regionalliga Nord: Hertha BSC Berlin Amateure - Arminia Bielefeld Amateure (2:1/Einspruch Bielefeld), VfL Wolfsburg Amateure - Hamburger SV Amateure (0:0/Einspruch Wolfsburg)


Stürmer Tuncay Sanli wechselt nach Middlesbrough
U19-Trainer Ulli Stielike will DFB vorzeitig verlassen
Meinhold verlässt Vorstand des VfL Bochum
Japanische Woche bei der DFL
Union weiter ohne Persich
Jansen will öffentlich seine Unschuld beweisen
Bayern auf bestem Weg zur Übermannschaft
Napoleon des Fußballs: Blatter wird 70
FC Barcelona wehrt Matchball ab
Extra Fußball-Bundesliga

1753 | 1734 | 1401 | 1135 | 1672 | 13176 | 13376 | 13004 | 13136 | 13615 |