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Sammer warnt Hildebrand und Kuranyi | 2005-02-03


Stuttgart - Matthias Sammer hat beim VfB Stuttgart Torwart Timo Hildebrand erneut ein Ultimatum gestellt und auch Angreifer Kevin Kuranyi in die Pflicht genommen.

Wir sollten uns darauf konzentrieren, dass unser Arbeitgeber der VfB ist, forderte der Trainer vor der Bundesliga-Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern. Nationalstürmer Kuranyi, dessen bis 2008 laufender Vertrag eine Ausstiegsklausel enthält, wird nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten erneut vom FC Schalke 04 umworben.

Nach der geplatzten Vertragsverlängerung von Nationalkeeper Hildebrand war um den 25-Jährigen keine Ruhe eingekehrt: Immer wieder hieß es, der VfB und der Profi würden sich doch annähern, obwohl es von den Beteiligten dazu keinen Kommentar gab. Ich will bis Samstag Klarheit haben, sagte Sammer nun unvermittelt. Das muss aber nicht heißen, dass Timo Hildebrand am Samstag nicht spielt, wenn ich keine Klarheit habe.

Bereits vor dem Trainingslager in Marbella hatte Sammer den Blondschopf unmissverständlich dazu aufgefordert, sich vor dem Rückrunden-Start über seine Zukunft zu entscheiden. Beim 2:4 gegen den 1. FC Nürnberg gab Hildebrand keine gute Figur ab. Mit dem 34-jährigen Dirk Heinen (154 Bundesliga-Spiele) sitzt ihm zudem ein erfahrener Konkurrent im Nacken.

Es gibt im Moment weder Gespräche noch Kontakte. Wir haben vor eineinhalb Jahren mal Interesse an Kevin Kuranyi bekundet, aber der Spieler hat sich für den VfB entschieden., widersprach Schalkes Teammanager Andreas Müller dem Zeitungsbericht. Unser Credo ist nach wie vor, Spieler ablösefrei zu bekommen. Eine Ausnahme sei der Ex-Stuttgarter Marcelo Bordon gewesen.

Wir wissen ja auch nicht, wo wir nächstes Jahr spielen, sagte Müller zur ebenso wie beim VfB ungewissen internationalen Zukunft des Vereins. Der 22-jährige Kuranyi kann für eine Ablösesumme von etwa sechs Millionen Euro gehen, wenn der VfB die Champions League verpasst. Über das öffentlich gemachte angebliche Interesse der Gelsenkirchener wollte sich Sammer erst gar nicht ärgern. Mir ist es lieber, wenn solche Dinge raus sind, als wenn sie im Hintergrund schwelen, meinte der 37-Jährige.


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