Hannover/Bremen - Werder Bremens Fußball-Profi Ivan Klasnic ist nach Aussage seines Arztes auch nach seinem Comeback auf starke Medikamente angewiesen.
Jeder transplantierte Patient muss lebenslang Medikamente nehmen. Sie sollen dafür sorgen, dass das fremde Organ nicht abgestoßen wird, erklärte Professor Dr. Jürgen Klempnauer in einem Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur dpa die so genannte Immunsuppression.
Der Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover hatte Klasnic im März eine Niere eingepflanzt. Der kroatische WM-Teilnehmer, der seinen Vertrag verlängerte, will nun mit der Niere seines Vaters weiter spielen. Im Profi-Fußball ist das ein Ausnahmefall, sagte Klempnauer. Andere Leistungssportler wie NBA-Basketballer Alonzo Morning und der neuseeländische Rugbyspieler Jonah Lomu konnten nach Transplantationen ihren Beruf weiter ausüben.
Für Klempnauer besteht in jedem Fall ein Restrisiko. Jeder Patient muss aufpassen. Nach dem Eingriff befindet sich die Niere an einer anderen Stelle in der Leiste. Dem Organ darf nichts passieren, sagte der Mediziner. Besonders Stiefeltritte oder Ellbogenstöße seien eine Gefahr, gegen die sich der Spieler schützen muss.
Seine Trinkgewohnheiten muss Klasnic nicht grundlegend ändern. Wenn er viel schwitzt, reguliert das die Niere, erläuterte der Arzt. Grundsätzlich beurteilte er das Vorhaben des Fußball-Profis positiv. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie gut die Lebensqualität nach einer Organtransplantation sein kann.
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