Leverkusen - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sollte sich nach Aufdeckung des Betrugs- und Wettskandals vor allem um die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Fußballs bemühen.
Wir müssen aus der Defensive raus, erklärte DFL-Vizepräsident Wolfgang Holzhäuser in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Dazu soll auch die Schaffung von Schutzmechanismen gegen Manipulationen beitragen. Zuerst wird die Liga die Vereinbarung über ein Frühwarnsystem mit der Firma Betradar abschließen, sagte Holzhäuser. Außerdem gebe es noch weitere Möglichkeiten, bis hin zur Frage des Einsatzes eines Oberschiedsrichters.
Kritik übte Holzhäuser, der auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist, am Krisenmanagement des DFB. Da ist einiges nicht so gelaufen, wie man das erwartet. Das wird die DFL noch diskutieren, kündigte der Geschäftsführer von Bundesligist Bayer 04 Leverkusen an. Die DFL sei auch nicht zufrieden mit der Niederlegung der Ermittlungen durch den DFB-Kontrollausschuss, als im Dezember der Verdacht gegen das Zweitliga-Spiel Erzgebirge Aue - Rot-Weiß Oberhausen aufgekommen sei. Es kann ja nicht sein, dass Dinge, die offenkundig immer wieder passieren können, einfach so abgelegt werden, nach dem Motto: Augen zu und durch, so Holzhäuser. Das ist keine Mentalität, die die DFL akzeptiert.
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