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Takaharas Doppelpack lässt HSV träumen | 2005-02-05


Nürnberg - Dank eines Doppelpacks des Japaners Naohiro Takahara beim weiter heimschwachen Aufsteiger 1. FC Nürnberg nimmt der Hamburger SV Kurs auf den UEFA-Cup.

Beim ungefährdeten 3:1-Erfolg kam die Mannschaft von Trainer Thomas Doll im Nürnberger Frankenstadion zum fünften Auswärtssieg der Saison. Eine Woche nach dem überraschenden 4:2 beim VfB Stuttgart enttäuschte der Club vor eigenem Publikum erneut und vergab mit der vierten Heimpleite wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Angetrieben durch den Coup in Stuttgart vor einer Woche begannen die Nürnberger vor 22 269 Zuschauern flott. Nach wenigen Minuten kam Torjäger Marek Mintal zum Kopfball, der HSV-Torwart Martin Pieckenhagen aber vor keine Probleme stellte. Nach der Anfangsphase verflachte die Begegnung: Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf hatte immer stärker mit ihrem Heimkomplex zu kämpfen, im Aufbauspiel gab es kaum geradlinige Aktionen, dafür aber viele Fehlpässe.

Schon nach 20 Minuten nahmen die Sorgenfalten bei Trainer Wolf weiter zu: Der zuletzt starke Angreifer Markus Schroth musste den Platz wegen einer Leistenzerrung verlassen, für den Kapitän kam Robert Vittek. Fortan bekamen die Hamburger vor allem durch ihre starken Spielgestalter Sergej Barbarez und Stefan Beinlich das Spiel immer besser in den Griff und kamen in der 24. Minute nach einer Ecke zu ihrer ersten Torchance: Den Kopfball von Raphael Wicky konnte Neuzugang Pekka Lagerblom gerade noch für den bereits geschlagenen Torwart Daniel Klewer klären.

Wenig später war es aber soweit: Nach einem Pass von Barbarez nahm Takahara, der für Emile Mpenza in die Mannschaft gekommen war, den Ball mit der Brust an und verwandelte direkt mit einem Linksschuss. Kurz vor der Pause verstärkte der Club seine Angriffsbemühungen, doch Wagefeld schoss bei einem Freistoß aus rund 22 Metern knapp am Tor der Gäste vorbei. Nach der Pause erhöhte dann Takahara mit seinem fünften Saisontreffer: Nach einer Freistoß-Vorlage von Wicky nutzte der Japaner (52.) einen Stellungsfehler des schwachen Tomasz Hajto eiskalt aus. Vittek konnte kurz vor Schluss (82.) verkürzen, in der Nachspielzeit machte der eingewechselte Benjamin Lauth aber den Schlussstand perfekt.

Die Nürnberger, die seit fast zwölf Jahren auf einen Sieg gegen den HSV warten, enttäuschten vor eigenem Publikum wieder einmal auf der ganzen Linie. Club-Trainer Wolf hatte seine Abwehr wegen der jeweils fünften Gelben Karte für Sven Müller und Mario Cantaluppi umbauen müssen. Zudem fiel auch noch Kapitän Tommy Larsen wegen einer Magen-Darm-Grippe aus.


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