Düsseldorf - Der Grundstein für eine friedliche Fußball-Europameisterschaft 2008 im Ausrichterland Schweiz ist gelegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Expertenkommission nach einem dreitägigen Evaluierungsbesuch.
Demnach bewerteten Sicherheitsexperten aus sechs Ländern, unter ihnen auch die Deutschen Christoph Lipp und Andreas Piastowski, die bisherigen Vorkehrungen als umfassend und positiv. Rund ein Jahr vor Beginn des drittgrößten Sportereignisses 2008 weltweit seien die Sicherheitsvorbereitungen außerordentlich weit fortgeschritten, hieß es in einer am 28. Juni verbreiteten Erklärung.
Bereits 2005 hatte eine Evaluierungskommission des Ständigen Ausschusses im Europarat der europäischen Konvention zu Zuschauergewalt und Fehlverhalten im Rahmen von Sportveranstaltungen insbesondere bei Fußballspielen festgestellt, dass die Vorbereitungen für eine Fußball-EM drei Jahre vor dem Anlass bisher in keinem Land so weit gediehen waren wie in der Schweiz und in Österreich. Bei einem ersten Besuch vom 1. bis 3. Mai 2007 in Wien hatte eine internationale Expertenkommission diese Einschätzung bestätigt.
Das Gremium, das sich aus hochrangigen Polizeivertretern der führenden europäischen Fußball-Nationen zusammensetzt, gab nun in der Stadt Solothurn dem Nationalen Sicherheitskonzept Schweiz für die EM eine sehr gute Note. Wie es hieß, hätten die Experten bestätigt, dass die Schweiz und Österreich mit jeder Form der Unterstützung und Zusammenarbeit im europäischen Polizeibereich rechnen können.
Mit Genugtuung habe ich davon Kenntnis genommen, dass die Schweiz und Österreich auf einem guten Weg sind, ein fröhliches und Völker verbindendes Fußballfest zu realisieren, hielt Lipp fest. Mit der engen internationalen polizeilichen Zusammenarbeit sowie der nationalen Kooperation aller Partner im Sicherheitsbereich in der Schweiz sei der Grundstein für eine friedliche EM gelegt, sagte Lipp weiter.
Der Einsatz von polizeilichen Szenekennern, uniformierten ausländischen Polizeibeamten und weiteren ausländischen Einsatzkräften in verschiedenen Bereichen sei einer der Erfolgsfaktoren der WM 2006 in Deutschland gewesen und werde daher für weitere Sportereignisse empfohlen. Diese präventive Maßnahme wird auch bei der EURO 2008 angewandt, sagte der Schweizer Martin Jäggi, Teilprojektleiter Sicherheit Öffentliche Hand EURO 2008.
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