HSV will ohne Wiederholung in Pokal zurück | 2005-02-07
Hamburg - Vor der Verhandlung des DFB-Sportgerichts zum Pokalspiel SC Paderborn gegen den Hamburger SV (4:2) fordert HSV-Präsident Bernd Hoffmann eine Eingliederung in den laufenden Wettbewerb ohne ein Wiederholungsspiel.
Gegen Paderborn steht ein konkreter Verdacht des Betruges im Raum, sagte Hoffmann, nach dessen Rechtsempfinden der Regionalligist deshalb nicht noch einmal spielen dürfte. Wie das Modell der Wiedereingliederung aussehen könnte, muss der DFB entscheiden, ich gehe davon aus, dass das sehr schnell geht, sagte HSV-Vorstandsmitglied Katja Kraus. In Begleitung des Ludwigsburger Anwalts Christoph Schickardt wird der HSV-Vorstand am 11. Februar zur mündlichen Verhandlung nach Frankfurt reisen.
Die Hamburger waren im August vergangenen Jahres in der ersten Pokalrunde an dem Drittligisten gescheitert. Der in der Schiedsrichter-Affäre geständige Unparteiische Robert Hoyzer hatte unter anderem zwei unberechtige Elfmeter gegen den Bundesligisten gepfiffen und Stürmer Emile Mpenza vom Platz gestellt. Mit einem späteren Sieg über den MSV Duisburg erreichte der SC Paderborn das Pokal-Achtelfinale und scheiterte dort am SC Freiburg. Die Freiburger treffen im Viertelfinale auf Bayern München.
Schiedsrichter Robert Hoyzer wird vor der Sportgerichtsverhandlung zum Pokalspiel SC Paderborn - Hamburger SV noch einmal von Kontrollausschuss und Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vernommen. DFB-Sprecher Harald Stenger nannte aber noch keinen endgültigen Termin für die Anhörung. Das DFB-Sportgericht will in einer ersten Verhandlung mit der Aufarbeitung des Manipulationsskandals um den geständigen Hoyzer beginnen.