DFB macht keine Angaben zu Jansen-Vernehmung | 2005-02-11
Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat zu der über zweieinhalbstündigen Vernehmung von Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen durch den DFB-Kontrollausschuss in Frankfurt/Main mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben gemacht.
Wir haben außer dem Sportgerichtsverfahren auch ein Kriminalverfahren. Und das Sportgericht ist so klug, dies zu übernehmen, sagte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert.
Jansen war vom Berliner Ex-Referee Robert Hoyzer im Wett- und Betrugsskandal belastet worden und hatte in einer Pressekonferenz vehement seine Unschuld beteuert. Nach der Vernehmung durch den DFB verwies der Essener auf diese Aussagen. Ansonsten kein Kommentar, sagte er.
Ob, und wann Jansen auf den Platz zurückkehrt, ließ Hilpert offen. Der Einsatz von Schiedsrichtern ist nicht Sache des Kontrollausschusses, sagte er, fügte allerdings hinzu: Wenn ein Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßigen Betrugs läuft, ist es aus Fürsorge-Pflicht nicht sinnvoll, einen Schiedsrichter vor 60 000 Menschen pfeifen zu lassen.