Fans protestieren gegen Geschäftspolitik des BVB | 2005-02-12
Dortmund - Die Fans von Borussia Dortmund haben gegen die umstrittene Geschäftspolitik des börsennotierten Fußball-Unternehmens protestiert.
Wenige Stunden vor dem Revierduell mit dem VfL Bochum brachten rund 700 Anhänger auf ihrem Demonstrationszug vom Dortmunder Friedensplatz zum Westfalenstadion ihren Ärger über den umstrittenen Vertrag der Borussia mit dem Versicherungskonzern Gerling und die Führungskräfte der Borussia zum Ausdruck. Dabei wurde vor allem der Rückzug von Michael Meier aus dem Vorstand des Vereins gefordert.
Trotz der Demission von Gerd Niebaum als Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hatten sich einige Fan- Gruppierungen zu der Demonstration entschlossen. Auslöser für die Protesthaltung der Anhänger war die erst in der Vorwoche bekannt gewordene Verpfändung von Markenrechten an den Versicherungskonzern Gerling. In der anschließenden Diskussion über den Kontrakt hatte auch Meier seinen Rücktritt als Geschäftsführer der KGaA angeboten. Vereinspräsident Reinhard Rauball hatte dieses Gesuch abgelehnt.
Auf die Forderungen der Fans, sich aus dem Vereinsvorstand zurückzuziehen, will Meier nicht eingehen. Deshalb warfen ihm die Fans Uneinsichtigkeit vor. Wenn einer, der so viel Mist gebaut hat, den Fans keinen Schritt entgegenkommt, muss er sich nicht über Proteste wundern, sagte Olaf Suplicki, Stellvertretender Vorsitzender der Fan-Abteilung des Vereins. Mit Meier raus- und Du machst den Verein kaputt-Rufen bekräftigten sie ihre Forderungen.