London - Nach drei Länderspieleinsätzen werben mehrere Erstligisten in Deutschland und England um Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Premier-League-Club Aston Villa fürchtet, den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler am Saisonende ablösefrei abgeben zu müssen.
Ich möchte, dass er bei uns bleibt, aber wenn seine Forderungen astronomisch werden, haben wir nicht das nötige Geld, erklärte Trainer David OLeary nach dem 2:1-Sieg über Bolton, bei dem Hitzlsperger mit einem fulminanten Weitschuss den Siegtreffer erzielt hatte.
Es gibt Interesse aus der Bundesliga, von mehreren Clubs, sagte Hitzlsperger nach dem Spiel der dpa. Angeblich sollen Bayern München, Werder Bremen, der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen ihre Fühler bereits ausgestreckt haben. Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Ich möchte bei einem Verein spielen, der mich sportlich weiterbringt. Hitzlsperger, der als Jugendlicher im August 2000 vom FC Bayern zu Aston Villa wechselte. Im Sommer kann kann er den Club ablösefrei verlassen, da sein Vertrag Ende Juni ausläuft.
Im Hinblick auf die WM 2006 möchte Hitzlsperger bei einem Erstligisten spielen, bei dem er einen Stammplatz sicher hat. Bei Aston Villa war er zuletzt zwei Mal nur Ersatz, seit der Kameruner Eric Djemba-Djemba im Januar für 2,6 Millionen Euro von Manchester United verpflichtet wurde. Noch hat mir der Verein kein Angebot unterbreitet, meinte der Deutsche, der von den englischen Fans wegen seines harten Schusses respektvoll The Hammer gerufen wird. Aston Villa sei jedoch sein erster Ansprechpartner.
Thomas ist ein toller, junger Kerl und es war eine Freude, ihn zum deutschen Nationalspieler auszubilden, schwärmte OLeary und kündigte baldige Vertragsverhandlungen an: Ich bin mir bewusst, dass die Zeit abläuft. Ich will ihn nicht verlieren und hoffe, dass der Verein ihm einen Vertrag bieten kann, der passt. Der Vorstand sollte kein Problem damit haben, ihm einen Vierjahresvertrag zu unterbreiten.
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