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Meister VfB Stuttgart zum Pokal-Auftakt nach Wehen | 2007-07-01


Hamburg - Im stets reizvollen Duell David gegen Goliath hat ausgerechnet der VfB Stuttgart eine der unangenehmeren Aufgaben erwischt: Der deutsche Fußball-Meister muss in der ersten Runde des DFB-Pokals am 4./5. August bei Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen- Wiesbaden antreten.

Unser klares Ziel muss der Einzug in die zweite Runde sein. Schließlich haben wir im Pokal in dieser Saison die Chance, noch etwas besser abschneiden zu können, sagte Horst Heldt, der Manager des Vorjahresfinalisten, und gab nach der Auslosung im ZDF-Sportstudio die Marschrichtung für seine Mannschaft vor. Cup-Verteidiger 1. FC Nürnberg bekommt es in Victoria Hamburg mit einem von drei Fünftligisten im Wettbewerb zu tun.

Wir haben in der letzten Saison erlebt, was für ein toller Wettbewerb der DFB-Pokal sein kann. Wir sind der Favorit, und ich erwarte, dass wir entsprechend auftreten und uns bei allem Respekt auch durchsetzen werden, nahm VfB-Trainer Armin Veh seine Spieler in die Pflicht. Von einem Traumlos sprach Wehens Manager Bruno Hübner: Wir sind sehr zufrieden. Weil das neue Stadion in Wiesbaden erst im September fertig wird, wird das Team aus Taunusstein den Pokal- Knüller in der Frankfurter Commerzbank-Arena austragen. Vize-Meister FC Schalke 04 bekommt die Gelegenheit, sich bei Eintracht Trier für die 0:1-Pokalniederlage in der Saison 1997/98 zu revanchieren.

Derbys bescherte Nationaltorhüterin Silke Rottenberg als Glücksfee dem FC Bayern München und Werder Bremen. Der Rekord- Pokalsieger startet bei Zweitliga-Absteiger Wacker Burghausen in den Wettbewerb, und auch die Bremer bekommen es in Eintracht Braunschweig mit einem künftigen Regionalligisten zu tun. Für mich ist die Partie das interessanteste Spiel. Sportlich ist das ein besonders hoher Anspruch, aber das soll uns nicht abschrecken, sagte Eintracht-Coach Benno Möhlmann, der mit seiner Familie in Bremen zu Hause ist. Das ist wirklich ein fantastisches Traumlos, schwärmte Wacker- Sportdirektor Peter Assion über das bevorstehende Bayern-Gastspiel.

Mit gemischten Gefühlen blickt man bei Bayer Leverkusen dem Auftritt beim FC St. Pauli entgegen. Es gab sicherlich leichtere Gegner im Topf. Wir sind gewarnt und gewappnet, schließlich sind die Hamburger ja schon ein Pokalschreck, sagte Sportdirektor Rudi Völler voller Achtung vor dem Aufsteiger in die 2. Liga. In der Saison 2005/06 war der FC St. Pauli erst im Halbfinale an Bayern München gescheitert. Das wird sehr schwierig. Die Luft am Millerntor wird brennen, meinte Bayer-Coach Michael Skibbe. Für Leverkusen werden wir einer der unbequemsten Gegner sein. Die werden bei uns nicht viel Freude haben, kündigte St. Pauli-Teammanager Christian Bönig an.

Auf ein tolles Los freut sich der SC Victoria Hamburg, neben dem TSV Havelse und dem SV Seligenporten aus der fünften Liga im Hauptfeld vertreten. Nur Bayern, Schalke oder Werder wären besser gewesen, frohlockte Trainer Bert Ehm über Gegner 1. FC Nürnberg. Sportlich rechnen wir uns eine Chance aus. Beide Hamburger Clubs bewerben sich beim DFB um ein Freitagsspiel.

Lospech besonderer Art beklagt der FC Energie Cottbus. Bereits zum dritten Mal nacheinander müssen die Lausitzer in der ersten Runde bei Rot-Weiss Essen antreten. Vor zwei Jahren schied Energie im Georg- Melches-Stadion mit 0:1 aus, 2006 kam das Team im Elfmeterschießen dank der Treffsicherheit von Torhüter Tomislav Piplica weiter.


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Gnadenlos

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