Zwanziger will Berichtspflichten einführen | 2005-02-17
Hamburg - Theo Zwanziger will als Konsequenz aus der Wettbetrugs-Affäre für das Schiedsrichterwesen und die Rechtsabteilung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Berichtspflichten an das Präsidium einführen. Das sagte der Geschäftsführende DFB- Präsident der Zeitung Die Welt.
Vielleicht haben diese beiden Bereiche im DFB in der Vergangenheit eine zu eigenständige Entwicklung genommen, sagte Zwanziger. Ich wünsche mir, dass künftig ein stärkerer Austausch stattfindet. Deshalb werden wir Mechanismen einführen, die Berichtspflichten an das Präsidium schaffen.
Im August 2004 waren Hinweise des Wettanbieters Oddset über Auffälligkeiten bei Fußballspielen, die vom inzwischen inhaftierten Schiedsrichter Robert Hoyzer geleitet wurden, innerhalb des Verbandes nicht an das Präsidium weitergegeben worden. Nach Bekanntwerden der Wettbetrugs-Affäre hatte sich der DFB massive Kritik an seiner internen Kommunikation gefallen lassen müssen. Eine von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgeschlagene Übernahme der Bundesliga-Schiedsrichter schloss Zwanziger aus.