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Der 22. Spieltag im Telegramm | 2005-02-18


Bayern München - Borussia Dortmund

Der Liga-Klassiker steht nur für die Bayern im Zeichen des Titelkampfes, für den finanziell angeschlagenen BVB ist jede Partie ein Überlebenskampf. Der Tabellenführer muss nach der ersten Rückrunden-Niederlage in Bielefeld diesmal vorlegen, bei Punktverlust droht auch der Verlust der Spitzenposition. Dabei müssen die Münchner, die zuletzt 1991/92 zu Hause Dortmund unterlagen, wohl auf Ballack verzichten. Bei den Borussen fehlt weiter Rosicky.

Hannover 96 - Werder Bremen

Mehr als 40 000 Zuschauer wollen das Nordderby sehen und die meisten hoffen auf den ersten Heimsieg der 96er seit 33 Jahren. Hohen Unterhaltungswert hatten die letzten beiden Partien in Hannover (4:4, 1:5). Mit einem Sieg gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft käme Hannover wieder dicht an die Spitzengruppe heran. Mertesacker fällt aus, Schröter feiert sein Comeback. Werder weiter mit großen Sorgen: Klasnic fehlt, Klose, Ernst und Fahrenhorst sind fraglich.

1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen

Insgesamt sieben Spieler fehlen Club-Trainer Wolf, der mit seinem Team im 800. Bundesliga-Spiel dringend ein Erfolgserlebnis benötigt, um nicht tiefer in die Abstiegszone zu rutschen. Die verbesserte Bayer-Elf hat noch Nachholbedarf mit Auswärtspunkten. Der ehemalige Nürnberger Trainer Augenthaler muss auf die brasilianische Innenverteidigung mit Roque Junior und Juan verzichten und setzt in der Regiezentrale wieder auf Ponte an Stelle von Donovan.

Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern

Gegen das beste Rückrunden-Team muss der HSV seinen Aufwärtstrend beweisen und kann mit einem weiteren Dreier auf die UEFA-Cup-Ränge springen. Im 82. Liga-Duell mit den Pfälzern fehlt dem HSV auf jeden Fall Mpenza (Oberschenkelzerrung), der Einsatz von Jarolim (Rückenprobleme) ist noch offen. Die mit zehn von zwölf möglichen Punkten in die Rückrunde gestarteten Pfälzer sind seit sieben Spielen unbesiegt, müssen aber auf mindestens sechs Spieler verzichten.

VfL Bochum - SC Freiburg

Für den Verlierer wird es düster: Im Keller-Duell der beiden abstiegsgefährdeten und punktgleichen Teams zählt für beide nur ein Punkte-Dreier. Darauf wartet der seit sechs Spielen sieglose VfL schon seit dem 27. November. Freiburg gewann zwei der letzten drei Partien beim VfL, schaffte aber aus den letzten 40 Auswärtsspielen nur einen Sieg. Die Gastgeber müssen auch noch den gesperrten Madsen ersetzen, Freiburg fehlten Bajramovic und Ibertsberger.

VfL Wolfsburg - Hansa Rostock

Nach vier Niederlagen in Serie stehen die Wolfsburger mit dem Rücken zur Wand. Alles andere als ein Erfolg über den seit 13 Spielen sieglosen Tabellenletzten, der allerdings schon zehn Auswärtspunkte gesammelt hat, wäre für die Niedersachsen zu wenig. In sieben Partien gelang Hansa bisher noch kein Sieg in Wolfsburg. VfL-Coach Gerets kann mit fünf zuletzt nicht einsetzbaren Spielern rechnen, Rostock muss auf die gesperrten Allbäck, Sebastian und Prica verzichten.

FSV Mainz 05 - Arminia Bielefeld

Den einstigen Spaßfußballern aus Mainz ist die Freude nach sieben Niederlagen in Serie vergangen. Eine weitere würde den Aufsteiger bedrohlich nahe an die Abstiegsränge führen. Bielefeld hat nach einer Misserfolgsserie die Wende mit dem 3:1-Sieg über die Bayern geschafft und will sich weiter von der Gefahrenzone absetzen. Coach Rapolder vertraut der zuletzt siegreichen Elf, Skela und Langkamp bleiben auf der Bank. Bei Mainz fehlen Noveski, Weber und Dennis Weiland.

VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin

Im Verfolgerduell spricht die Statistik für den Tabellenfünften aus Schwaben (35 Punkte), der in 21 Jahren nur drei Mal zu Hause gegen die Berliner (36) verlor, zuletzt 2000/2001. Auf der anderen Seite steht eine Serie von elf Spielen in Serie ohne Niederlage für die Hertha, die sich als beste Auswärtsmannschaft mit den wenigsten Gegentoren auch in Stuttgart etwas ausrechnet. Rafaels Einsatz ist fraglich, Lahm, Streller und Zivkovic fehlen definitiv beim VfB.

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04

Nach der ersten Niederlage in der Rückrunde braucht die Borussen-Elf gegen den Titelanwärter dringend einen Sieg und könnte sich mit dem dritten Heimerfolg in Serie weiter Abstand von der Gefahrenzone verschaffen. Stürmer Sonck kehrt ins Team zurück, Ziege und Elber fehlen weiterhin. Die Schalker, die zuletzt vor sechseinhalb Jahren in Gladbach gewinnen konnten, bangen um den Einsatz von Sand (Grippe) und Lincoln. Pander und Asamoah kehren in die Startelf zurück.


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