DFB-Teamarzt: Mehr Doping-Kontrollen im Training | 2007-07-02
Bremen - Mannschaftsarzt Tim Meyer vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) fordert im Kampf gegen Doping mehr Trainingskontrollen. Dies gelte für den Fußball ebenso wie für andere Sportarten.
Die Kontrollen beim Training sind nach Ansicht des Sportmediziners ein geeignetes Mittel, um Sünder zu entdecken. Anabolika und Epo werden in aller Regel während der Trainingsphase eingesetzt. Vor Wettkämpfen werden sie dann rechtzeitig abgesetzt. Bei Wettkampfkontrollen sind sie daher schlecht nachzuweisen, sagte Meyer in einem Gespräch mit dem Nordwestradio in Bremen.
Natürlich dürften die Wettkampfkontrollen nicht ganz wegfallen. Denn hier gehe es um den Nachweis von Stimulanzien. Das Geld für zusätzliche Kontrollen sollten nach Ansicht von Meyer die Sportler und Sponsoren aufbringen. Sie sollten ein Interesse daran haben, dass ihr Sport sauber bleibt, ergänzte Meyer, der an der Universität Paderborn lehrt.
Meyer empfiehlt auch, Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften einzurichten. Sie könnten Dopingvergehen besser und konsequenter verfolgen. Die Gesetzeslage hält er für insgesamt ausreichend. Allerdings gäbe es ein Vollzugsdefizit, wenn es darum gehe, Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz zu ahnden.