St. Pauli und DFL suchen Lösung für Stanislawski | 2007-07-02
Hamburg - Der FC St. Pauli und die Deutsche Fußball Liga (DFL) suchen gemeinsam nach einer Lösung für Aufstiegstrainer Holger Stanislawski. Der 37-Jährige, der die Mannschaft während der letzten Regionalliga-Saison übernommen hatte, verfügt über keine Fußballlehrer-Lizenz.
Diese setzt die DFL für Trainer im Profibereich aber voraus - Ausnahmegenehmigungen soll es ab dieser Saison nicht mehr geben. Da Stanislawski zudem weder eine A- noch B-Lizenz besitzt, kann er noch nicht zur notwendigen Fußballlehrer-Ausbildung zugelassen werden.
Nach einem Telefonat zwischen Stanislawski und DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus verständigten sich Club und DFL darauf, zusammen nach einem Ausweg zu suchen. Die DFL wird uns im Lauf der Woche einen Vorschlag unterbreiten, sagte St. Paulis Teammanager Christian Bönig. Dabei hatte Hieronymus zuvor eine Sonderregelung ausgeschlossen: Es gibt keine Ausnahmen mehr. Wir brauchen nicht über Einzelfälle zu sprechen, sagte er dem kicker. Das Auftakttraining wird aber in jedem Fall Stanislawski leiten.
Auch die Aufstiegstrainer Claus-Dieter Wollitz (VfL Osnabrück) und Christian Hock (SV Wehen-Wiesbaden) besitzen keine Fußballlehrer-Lizenz. Beide verfügen aber über eine A-Lizenz und können damit an dem im Juli beginnenden Ausbildungslehrgang in Köln teilnehmen. Nach dem DFL-Reglement hätten sie damit auch die Erlaubnis, parallel als Trainer ihrer Mannschaften aktiv zu sein.