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Köln an der Spitze der 2. Liga - MSV schwächelt | 2005-02-21


München - Der 1. FC Köln hat im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga wieder die Nase vorne.

Dank des späten Siegtreffers von Schützenkönig Lukas Podolski gewann die Mannschaft von Trainer Huub Stevens die Schlagerpartie des 22. Spieltag vor der Saison-Rekordkulisse von 50 000 gegen Alemannia Aachen glücklich mit 1:0 und kehrte auf Platz eins zurück. Auf dem zweiten Platz folgt die SpVgg Greuther Fürth, die mit dem 2:1-Pflichtsieg bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt ihre Aufstiegsambitionen untermauerte.

Es ist noch ein weiter Weg, aber wenn wir weiter so konzentriert spielen, wird es klappen, sagte Fürths Siegtorschütze Jörg Albertz. Auch für Aachen ist die erste Liga noch ein Thema. Die Niederlage ist sehr bitter, weil wir ein Riesenspiel gemacht haben, meinte Alemannia-Trainer Dieter Hecking, aber solange rechnerisch noch was geht, werden wir alles versuchen. Was mit jeder Niederlage natürlich schwerer wird.

Der MSV Duisburg fiel dagegen auf Platz drei zurück. Der MSV verlor sein Heimspiel gegen den TSV 1860 München mit 0:1. Vor 13 800 Zuschauern erzielte Roman Tyce in der 78. Minute das entscheidende Tor für die Gäste. Für die Duisburger war es die erste Saison-Niederlage im eigenen Stadion. 1860 verbesserte sich auf den sechsten Tabellenplatz.

Im ausverkauften Kölner RheinEnergie-Stadion wurde Christian Springer als entscheidender Schütze gefeiert, doch Schiedsrichter Franz-Xaver Wack schrieb Podolski (88.) den Treffer gut, der Springers Schuss noch leicht abgefälscht hatte. Dank des 16. Saisontreffers des Nationalspielers kam der FC mit einem blauen Auge davon, denn Aachen hielt drei Tage nach dem UEFA-Cup-Spiel gegen Alkmaar gut mit, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Aachen spielte nach dem Gelb-Rot für Thomas Stehle (57.) in Unterzahl. Das zweite Gelb war okay, die erste Karte ein Witz, schimpfte Hecking.

Mit dem ersten Treffer für seine Mannschaft schoss Ex- Nationalspieler Albertz (60.), der in der Winterpause aus China kam, Fürth nach zwei Spielen ohne Sieg auf Erfolgskurs zurück. Roberto Hilbert (13.) die Franken Führung gebracht, Pavel David (42.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die seit sieben Begegnungen sieglosen Erfurter. Nach dem 3:0 im Verfolgerduell mit dem 1. FC Saarbrücken und dem sechsten Heimsieg in Serie kann Eintracht Frankfurt wieder Hoffnung auf einen Aufstiegsplatz schöpfen. Die Tore von Markus Weissenberger (21.), Jermaine Jones (43.) und Daniyel Cimen (68.) belohnten die aggressive Spielweise des Erstliga- Absteigers.

Im Kampf um den Klassenverbleib vergab Rot-Weiß Oberhausen leichtfertig wichtige Punkte. RWO lag nach den Toren des Belgiers Stijn Haeldermans (14./56.) bereits mit 2:0 vorne, doch aus dem ersten Sieg überhaupt gegen Burghausen wurde nichts. Thomas Drescher (72.) und Stefan Reisinger (76.) retteten den Oberbayern in einer schwachen Begegnung noch einen Punkt. Die zuletzt zwei Mal siegreiche SpVgg Unterhaching erlitt mit der Niederlage in Aue wieder einen Rückschlag, während der FC Erzgebirge dank des Treffers von Sebastian Helbig (59.) mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben dürfte. In der 89. Minute scheiterte Hachings Kapitän Francisco Copado per Foulelfmeter an Erfurts Torwart Tomasz Bobel.

Der Auftakt der 22. Runde wurde von den Zuschauerausschreitungen in Karlsruhe überschattet. Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen waren aus dem Dresdner Fanblock und später auch von KSC-Fans Feuerwerkskörper abgefeuert worden. In der 67. Minute wurde die Partie für zehn Minuten unterbrochen. Die Randale werden womöglich ordentliche Gerichte beschäftigen. Dresden will mit großer Härte gegen die eigenen Fans vorgehen und wird an diesem Montag wegen des gezielten Abfeuerns der Leuchtraketen auf Zuschauer bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstatten.


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