Abwahl von Mayer-Vorfelder kein Sitzungsthema | 2005-02-22
Frankfurt/Main - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird auf seiner Sitzung in Frankfurt/Main über die Problematik der Doppelspitze mit Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder diskutieren.
Es wird um eine bessere Kompetenzabgrenzung in der Doppelspitze gehen, sagte DFB-Vizepräsident Wolfgang Holzhäuser der dpa. Der Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen wird nicht an der Sitzung teilnehmen, weil der Bundesligist das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Liverpool bestreitet.
Eine Abwahl des in die Kritik geratenen Mayer-Vorfelder, wie von Spiegel Online berichtet, stehe aber nicht auf der Tagesordnung. Dies ist satzungsrechtlich nicht möglich. Eine Abwahl könnte nur auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag erfolgen, sagte Holzhäuser. Außerdem sei er der Auffassung, dass man Mayer-Vorfelder mit der derzeitigen Kritik nicht gerecht werde.
Generell steht er dem Modell der Doppelspitze kritisch gegenüber. Dies kann nur funktionieren, wenn zwei Menschen sich sehr gut verstehen, der eine sich dem anderen auch mal fügt und sie mit einer Stimme sprechen, meinte Holzhäuser.
Zu der außerordentlichen Präsidiumssitzung hatte nach Angaben von Verbandssprecher Harald Stenger der DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt in Abstimmung mit beiden Präsidenten am vergangenen Freitag geladen. Mayer-Vorfelder war im Lauf der von Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer ausgelösten Manipulationsaffäre in die Kritik geraten.