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Copa América: Argentinien und Paraguay siegreich | 2007-07-03


Caracas - Torrausch in Südamerika: Mit je acht Treffern in zwei Spielen haben Argentinien und Paraguay das Viertelfinale der Copa América erreicht.

Angeführt von den Bundesliga-Legionären Roque Santa Cruz (Bayern München) und Jonathan Santana (VfL Wolfsburg) feierte die Fußball-Nationalmannschaft Paraguays in Barinas einen 3:1 (1:1)-Erfolg gegen die USA und sorgte in der Heimat für Festtagsstimmung. In der Hauptstadt Asunción fuhren die Fans singend und hupend durch die Straßen, die Zeitung Ultima Hora schrieb in ihrer Online-Ausgabe: Mit so vielen Toren sind wir in aller Munde, wir sind schon Titelfavoriten. Argentinien zog durch ein 4:2 (3:1) gegen Kolumbien in Maracaibo ins Viertelfinale ein.

Dabei verdrängte Hernán Crespo mit einem verwandelten Foulelfmeter (18. Minute) zum zwischenzeitlichen 1:1 den legendären Diego Maradona auf den dritten Platz der ewigen Torschützenliste der Argentinier. Maradona traf 34 Mal für sein Land, Crespo hat jetzt 35 Länderspiel-Tore auf dem Konto. Erster bleibt unangefochten Gabriel Batistuta mit 56 Treffern. Mit je zwei Siegen führen Argentinien und Paraguay die Gruppe C nun klar an. Mexiko hatte sich als erstes Team am Sonntag für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Ungewohnt ist der Torhunger vor allem bei den Paraguayern, die sich traditionell auf eine kompromisslose Abwehrarbeit verlassen. Verantwortlich für den Wandel ist Coach Gerardo Martino. Er ist Argentinier und will unsere Mentalität ändern, damit wir offensiver agieren, und das ist nicht leicht, denn unser Fußball hat sich immer auf die Defensive gestützt, sagte Mittelstürmer Santa Cruz, der beim 5:0 im ersten Gruppenspiel gegen Kolumbien drei Mal getroffen hatte.

Jetzt greifen wir auch an, acht Tore in zwei Spielen ist toll, sagte der Wolfsburger Santana, der als geborener Argentinier kurz vor Turnierstart eingebürgert wurde. Paraguay war gegen die USA von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Edgar Barreto brachte die Südamerikaner in der 29. Minute in Führung, Ricardo Clark glich für die USA (40.) aus. Nach dem Wechsel sorgten dann Oscar Cardozo (56.) und Salvador Cabanas (90.) für die Entscheidung. Santa Cruz ging diesmal zwar leer aus, zeichnete sich aber durch kluge und entscheidende Pässe aus. Santana war treibende Kraft im Mittelfeld.

Wie bereits beim Sieg gegen die USA (4:1) wurden die Argentinier auch gegen Kolumbien kalt erwischt: Édixon Perea brachte Kolumbien früh in Führung (9.), doch Argentinien drehte noch vor der Pause durch Tore von Hernán Crespo (18./Foulelfmeter) und Spielmacher Juan Román Riquelme (33./45.) die Partie. In der überharten Begegnung verkürzte Jaime Castrillón zwar per Kopf (72.), doch Argentiniens Diego Milito stellte kurz vor Schluss (90.) den Endstand her.

Einziger Wermutstropfen für die Argentinier: Mittelstürmer Crespo erlitt beim verwandelten Foulelfmeter eine Oberschenkelverletzung und musste durch Milito ersetzt werden. Der Kolumbianer Fabian Vargas sah in der 90. Minute nach einem brutalen Foul Gelb-Rot.

Die USA und Kolumbien können nach den zwei Niederlagen nur noch hoffen, dass ein Sieg im letzten Gruppenspiel der Schlusslichter für ein Weiterkommen reicht. Auf Grund ihrer schlechten Tordifferenz sind die Chancen aber eher gering. Die beiden Erstplatzierten der drei Gruppen sowie die beiden besten Gruppen-Dritten qualifizieren sich für das Viertelfinale. Die seit 1916 ausgetragene Copa América ist das älteste Kontinentalturnier der Welt.


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