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Alemannia beendet UEFA-CUp erhobenen Hauptes | 2005-02-25


Alkmaar - Wir scheiden erhobenen Hauptes aus und freuen uns, wenn wir noch mal kommen dürfen, sagte Alemannia Aachens Trainer Dieter Hecking nach der 1:2 (1:0)-Niederlage im Rückspiel der dritten UEFA-Cup-Runde beim AZ Alkmaar.

Der Stolz auf eine historische Europapokal-Tournee ließ den Schmerz über das unglückliche Ende schnell vergessen. Ganze zehn Minuten fehlten dem starken Zweitligisten nach dem torlosen Hinspiel gegen den niederländischen Spitzenclub, um als erster deutscher Zweitligist das Achtelfinale zu erreichen und das Fußball-Märchen in der Kaiserstadt fortzusetzen. Das tut zwar unglaublich weh, aber es ist sensationell, was wir überhaupt geschafft haben, befand Alemannia-Profi Alexander Klitzpera.

Schade, da war noch eine große Tüte Geld zu verdienen und das Prestige noch einmal in einem vollen Kölner Stadion zu spielen, meinte Aachens Torjäger Erik Meijer, der nach einer halben Stunde mit seinem fünften Treffer im Wettbewerb die 1:0-Führung erzielt hatte. Die taktisch und kämpferisch gut eingestellten Gäste gerieten erst nach 57 Minuten in Schwierigkeiten als Simon Rolfes die große Möglichkeit zum 2:0 vergab. Danach traf Barry van Galen zum 1:1 (62.), Aachens Thomas Stehle musste vom Feld (73./Gelb-Rot)) und Joris Mathijsen erzielte beim stürmischen Schlussspurt das 2:1 (80.). Das war wie ein Domino-Effekt, befand Meijer. Stehles Platzverweis war übrigens der vierte eines Aachener Spielers in den letzten sechs Spielen.

Sportdirektor Jörg Schmadtke war trotz des beachtlichen Auftritts seiner Mannschaft in allen acht UEFA-Cupspielen mächtig verärgert über das Ende der Euro-Träume. Wir haben das Spiel auf dem Silbertablett serviert bekommen und das Geschenk nicht angenommen. Für mich ist das der bitterste Moment, seit ich hier bin, sagte der frühere Bundesliga-Torwart. Die hochgelobte Elf vom AZ Alkmaar, die im 8300 Zuschauer fassenden Alkmaarderhout in dieser Saison noch unbesiegt ist, präsentierte sich gegen den klassentieferen Gegner höchstens 30 Minuten in Klasseform. Wir sind geschlagen von einem Gegner, der nicht besser war, stellte Meijer fest.

Dennoch hat die erstmalige Teilnahme am Wettbewerb dem Club Anerkennung und etwa zwei Millionen Euro gebracht, der sportliche Preis könnte der verpasste Bundesliga-Aufstieg sein. Ich glaube, diese Europapokalspiele werden uns weiter helfen. Es ist auch gar nicht hoch genug anzurechnen, was die Mannschaft geleistet hat, betonte Trainer Hecking vor der anstehenden Ligapartie gegen Erzgebirge Aue. Da wird sich wieder eine neue Mannschaft präsentieren. Wir haben schon viele Rückschläge weggesteckt, versprach abwehrspieler Klitzpera. Auch Sportdirektor Schmadtke hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben. Es werden noch Chancen für uns kommen. Da bin ich mir ganz sicher.


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