Düsseldorf - Felix Magath träumt vom Finale gegen die kleinen Bayern, Arminia Bielefelds Präsident Hans-Hermann Schwick vom Europapokal und der SV Werder von der Cupverteidigung.
Das Viertelfinale im 62. DFB-Pokalwettbewerb elektrisiert Fans, Favoriten und Außenseiter gleichermaßen. Ab sofort haben wir nur noch den Pokal im Kopf, sagte Bremens Manager Klaus Allofs vor der Partie bei den Amateuren des FC Bayern. Neben dem Vorjahressieger kämpfen sechs weitere Erstligisten um den Cup. Dabei schickt der FC Bayern, der beim SC Freiburg antritt, gleich zwei Teams ins Rennen. Mein Wunschgegner für das Finale sind unsere Amateure, sagte Trainer Magath.
Kurios auch, dass gleich zwei der vier Pokalpaarungen in dieser Konstellation schon am 23. Spieltag in der Meisterschaft stattgefunden haben. Neben Freiburg gegen Bayern München treffen der FC Schalke 04 und Hannover 96 innerhalb von 51 Stunden zum zweiten Male aufeinander. Dabei setzen die Niedersachsen nach der 0:1-Niederlage mit einer besseren B-Elf ganz auf die Revanche im Pokal. Es sind noch zwei Siege bis zum Finale und vielleicht schon in den UEFA-Cup. Das ist eine Riesenchance für uns, sagte Hannovers Torhüter Robert Enke. Die Schalker müssen sich nach dem Ausscheiden im UEFA-Cup und dem schmeichelhaften 1:0 mächtig steigern und bangen um den Einsatz des verletzten Ebbe Sand.
Auf den großen Pokal-Coup hofft Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld. Wir können uns ein kleines Denkmal setzen. So eine Chance bekommt man nicht jedes Jahr, sagte Arminias Kapitän Mathias Hain vor der Partie gegen Hansa Rostock. Erstmals in der Geschichte des Clubs können die Ostwestfalen das Halbfinale erreichen. Das wäre toll, wenn wir jetzt auch noch Rostock schlagen können, meinte Clubchef Schwick, dessen größter Traum es ist, einmal mit der Arminia im Europapokal zu spielen. Am liebsten gegen einen italienischen Club, sagte der Bielefelder Präsident. Neben den angeschlagenen Benjamin Lense, Marcio Borges und Daniel Bogusz bangt Arminia-Trainer Uwe Rapolder um den Einsatz dreier weiterer Spieler.
Neben Schalke (5 Pokalsiege) sind mit Werder Bremen (5) und dem FC FC Bayern München (11) die drei erfolgreichsten Vereine im DFB-Pokal noch im Rennen. Die letzten sieben Pokalendspiele wurden jeweils von einem Club aus diesem Trio gewonnen. Diese Serie wollen die Profis des FC Bayern mit einem weiteren Sieg beim SC Freiburg fortsetzen. Natürlich möchten wir gerne den zwölften Pokal-Titel, meinte Magath, der beim zweiten Auftritt im Breisgau innerhalb von vier Tagen wieder auf Michael Ballack zurückgreifen kann, aber auf Mehmet Scholl verzichten muss. Der SC Freiburg ist im Pokal noch nie weiter als bis ins Viertelfinale gekommen. Dennoch fordert Trainer Volker Finke von seinem Team: Die Brust kann ruhig breiter sein.
Der größte Außenseiter im Feld hat mit dem aktuellen Pokalsieger aus Bremen auch gleich den dicksten Brocken gezogen. Das war das schwierigste Los, das wir kriegen konnten, klagte Hermann Gerland, Trainer der Amateure des FC Bayern München. Obwohl sein Team in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel bestritt, hofft der Coach, dem hohen Favoriten ein Bein stellen zu können. So wie vor zehn Jahren, als die Bayern-Amateure auch unter Gerland die Werderaner bereits in der ersten Runde bezwangen (2:1). Hilfe erhält der Regionalligacoach von oben: In Torhüter Michael Rensing, Thomas Linke und Alexander Zickler sollen drei Profis den Bayern-Nachwuchs unterstützen.
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