Mainz - Manager Christian Heidel vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 hat den Liga-Konkurrenten FC Schalke 04 mit Nachdruck zur Zahlung der seit Ende Januar fälligen Transfersumme für den Mittelfeldspieler Mimoun Azaouagh von angeblich 700 000 Euro aufgefordert.
Schalke hat nach eigenen Angaben bisher nicht gezahlt. Der 22-Jährige war trotz Knieverletzung mit einem Innenbandriss im Dezember vom Bundesliga-Aufsteiger nach Schalke gewechselt. Die Rehabilitation nach dem nötigen Eingriff brachte nicht den erhofften Erfolg, so dass der deutsche U-21-Nationalspieler in Vail/Colorado bei Richard Steadman wieder operiert werden sollte.
Wir haben uns am 27. Dezember mit Schalke auf einen Transfervertrag verständigt. Die Entschädigung haben wir in einen Sockelbetrag und einen variablen Betrag aufgeteilt. Der Verletzung des Spielers wurde über den variablen Betrag Rechnung getragen, erklärte Heidel in einem Brief an Schalkes Manager Rudi Assauer. Mainz habe damit einen Teil des Risikos übernommen, falls Azaouagh in der Rückrunde nicht mehr oder nur eingeschränkt einsatzfähig sein sollte.
Schalke habe alle vorliegenden medizinischen Befunde über die Verletzung des Spielers erhalten und über den Mainzer Mannschaftsarzt auch mit dem damals operierenden Arzt gesprochen. Der Arzt von Schalke 04 habe Azaouagh im Januar erneut untersucht und ihm danach die Sporttauglichkeit attestiert, ergänzte Heidel.
Der Spieler war ab dem 27. Dezember in der Obhut von Schalke 04. Wir haben keine Informationen über den weiteren Verlauf der Reha- Maßnahmen bei Azaouagh, auch nicht über die Ursachen der erneuten Verletzung, betonte Heidel. Der operierende Arzt habe Azaouagh seit dem Transfer nicht mehr gesehen. Schalke 04 hat die Wiederaufnahme des Trainings durch den Spieler festgelegt. Es ist absurd, uns für eine erneute Verletzung verantwortlich zu machen, betonte Heidel.
Der Manager will dem Kollegen Assauer in den Transfergesprächen kein Ehrenwort gegeben haben, dass der Spieler wieder gesund würde. Heidel: Ich habe nur erklärt, dass man die Situation neu besprechen müsse, sollte der Spieler keine Sporttauglichkeit erhalten und unter Umständen einen Antrag auf Sportinvalidität stellen müssen.
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