Düsseldorf - Die Investoren der Fondsgesellschaft Molsiris sollen am 14. März über den teilweisen Verkauf der Beteiligung am Westfalenstadion an Borussia Dortmund entscheiden.
Der persönlich haftende Gesellschafter der Molsiris Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Westfalenstadion KG werde dem Verkauf von 42,8 Prozent am Westfalenstadion zustimmen, geht aus der Einladung an die Investoren hervor. Das Schreiben liegt der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vor.
Zuvor hatte die Wirtschaftswoche berichtet, dass Molsiris den 5800 Investoren an der BVB-Stadiongesellschaft die Zustimmung zum Verkauf empfiehlt. In der Einladung der Fondsgesellschaft Molsiris an die Fondszeichner heißt es dagegen: Mit der Annahme durch den Gesellschafter sei jedoch keine Empfehlung für Ihre Entscheidung verbunden. Bei der Versammlung müssen 15 Prozent der so genannten Kommanditeinlagen vertreten sein. Von dem vertretenen Kapital müssen dann wiederum 75 Prozent den Änderungen zustimmen.
Der Verkauf des Stadions an Borussia Dortmund gilt als Kernpunkt des Sanierungskonzepts für den hoch verschuldeten einzigen deutschen börsennotierten Fußballclub. Molsiris hält derzeit 94 Prozent Kommanditbeteiligung an der Westfalenstadion Dortmund GmbH & Co. KG. Ein Verkauf von 42,8 Prozent der Anteile führe zur einer Neukalkulation der Mieten und damit zu einer Veränderung der Ausschüttung in den kommenden zwei Jahren. Die Anteile will die goool.de Sportswear GmbH erwerben, eine Tochter des angeschlagenen Fußball-Bundesligisten. Derzeit ist goool.de mit sechs Prozent am Stadion beteiligt.