Griechenlands Toto-Chef sorgt für Wirbel | 2005-03-08
Athen - Der Präsident des staatlichen griechischen Fußball- Toto-Unternehmens PROPO hat mit Vorwürfen über Manipulationen bei Meisterschaftsspielen für Wirbel gesorgt.
Ich kann es zwar nicht beweisen. Viele aber sprechen davon, sagte Anestis Filippidis dem privaten Fernsehsender MEGA-Channel und rief damit Sportminister Giorgos Orfanos auf den Plan, der sich in den Fall einschaltete. Wie der griechische Rundfunk berichtete, sei eine Entlassung des Toto-Chefs nicht auszuschließen, wenn er seine Vorwürfe nicht beweisen kann.
Mit Unverständnis reagierte der Präsident des Verbandes der griechischen Profi-Fußballer. Es kann nicht sein, dass der Chef des PROPO ohne Beweise solche Beschuldigungen ausspricht, sagte Antonis Antoniadis.
Zurzeit ermittelt die Europäische Fußball-Union (UEFA) in Athen wegen angeblicher Manipulationen bei der UEFA-Cup-Partie Panionios Athen - Dynamo Tiflis am 1. Dezember 2004. Das Spiel, das Panionios mit 5:2 gewann, war im Zusammenhang mit dem Wettbetrugs-Skandal in Deutschland ins Visier der Ermittler geraten. Als Drahtzieher gelten die drei Kroaten, die in Berlin in Untersuchungshaft sitzen.
Das Endergebnis (5:2) und der Halbzeitstand (0:1) sollen unter Eingeweihten in Georgien schon zwei Tage vor dem Spiel bekannt gewesen sein. Panionios hatte dank zweier Tore in der Nachspielzeit klar gewonnen. Die UEFA-Ermittler wollen laut griechischen Medienberichten in den nächsten Tagen auch Spieler von Dynamo Tiflis befragen. Mit der Veröffentlichung der Ermittlungsergebnisse wird im April gerechnet.