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Köln will mit strategischem Partner Kapital beschaffen | 2004-10-12


Köln - Der Fußball-Zweitligist 1. FC Köln will mit einem so genannten strategischen Partner neue Geldquellen erschließen und damit die finanzielle Grundlage für eine dauerhafte Rückkehr in die Erstklassigkeit schaffen.

Claus Horstmann, der Gesamt- Geschäftsführer des Vereins, bestätigte auf dpa-Anfrage einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung Kölner Stadt-Anzeiger. Richtig ist, dass wir einen strategischen Partner suchen. Inwieweit die Erschließung von neuem Kapital aber durch den Verkauf von Gesellschafts-Anteilen geschieht, ist offen, sagte Horstmann. Nach Informationen der Zeitung ist daran gedacht, 49 Prozent der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA zu veräußern. Diesen Plan bestätigte jedoch Horstmann nicht. Den Wert der 49 Prozent bezifferte das Blatt auf 60 Millionen Euro.

Dem Präsidium der Kölner unter Ex-Weltmeister Wolfgang Overath ist offenbar auch an einer Zusammenarbeit mit Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher gelegen: Der Kerpener soll beim FC als Partner einsteigen. Es wäre eine Ehre für uns, wenn wir einen Mann wie Michael Schumacher für uns gewinnen könnten, für jeden Verein, auch für die Bayern, wäre es eine Supersache, wenn er sich engagieren würde, zitiert die Kölner Tageszeitung Express den FC-Präsidenten. Eine Entscheidung müsse jetzt Schumacher fällen, sagte Overath. Aktuelle Verhandlungen gibt es laut Horstmann allerdings nicht.

Mit der Suche nach einem Investor legt das Kölner Management Wert darauf, den Verein nicht zu verschulden. Das ist sicherlich schwieriger, als sich einfach Geld zu leihen, sagte Horstmann. Der FC-Finanzexperte hofft, das Vorhaben im Laufe dieser Saison realisieren zu können. Schon mit der Ausgabe so genannter Genuss- Scheine ging der Club bei der Finanzierung seines Profikaders neue Wege: Der 1. FC Köln war der erste deutsche Fußballverein, der mit variabel verzinsten Wertpapieren neue Einnahmequellen erschloss.

Genuss-Scheine im Wert von fünf Millionen Euro sind bei institutionellen Investoren bereits frühzeitig platziert worden. Dabei ist der Zinsertrag vom sportlichen Erfolg abhängig: Schafft die Mannschaft von Trainer Huub Stevens den Wiederaufstieg, steigen die Zinsen, andernfalls sinken sie.


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