München - Ex-Nationalspieler Paul Breitner hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann mangelnde Auseinandersetzung mit den Problemen nach Fußball-Länderspielen vorgeworfen.
Die Entlassung von Torwarttrainer Sepp Maier und die ungeklärte Frage nach der Nummer eins im deutschen Tor ist die zweite Kiste, die er zurücklässt und nach Kalifornien verduftet, sagte Breitner im Bayerischen Fernsehen. Nach dem Spiel gegen Brasilien habe Klinsmann den unseligen Quartierstreit entfacht, nun mit der Torhüterproblematik erneut für Aufregung gesorgt. Man muss fragen, ob das stilvoll ist, oder ob es nicht besser wäre, dass solche Probleme ein, zwei Tage aufgearbeitet werden und er dann in Ruhe zur Familie kann, meinte Breitner.
Die Trennung von Maier sei für ihn nicht überraschend gekommen. Das war ein Thema, das sich, nachdem Klinsmann Bundestrainer geworden war, erledigen musste. Er könne verstehen, dass Klinsmann sich sein Umfeld neu aufbaut: Ich würde mich in einer solchen Situation auch mit Leuten umgeben, die mir gegenüber loyal sind.
Dennoch könne er die Diskussion um die Torhüter Jens Lehmann und Oliver Kahn nicht verstehen, da für ihn Kahn die unumstrittene Nummer eins sei. In den letzten sieben, acht Jahren gab es keinen, der so wenig Fehler gemacht hat. Es gab keinen Torwart, der über die Jahre so gut gehalten hat.
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