Berlin - Das Verkehrskonzept für die Fußball-WM 2006 ist nach Angaben von Bundesregierung und Organisationskomitee voll im Plan. Für den Ausbau von Straßen, Schiene und Bahnhöfen zur WM-Reife sollen insgesamt mehr als 4,5 Milliarden Euro ausgegeben werden.
Erstmals in der WM-Geschichte werden die Eintrittskarten auch für den öffentlichen Nahverkehr gelten. OK-Präsident Franz Beckenbauer zeigte sich in Berlin überzeugt, dass das in 15 Monaten beginnende Turnier reibungslos ablaufen wird.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz unterrichtete Beckenbauer mit Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und Innenminister Otto Schily (beide SPD) über den Stand der Vorbereitungen. Zu der WM werden mehr als drei Millionen Zuschauer erwartet, davon mehr als eine Million aus dem Ausland. Allein für Ausbau und Erweiterung von Fernstraßen im Bereich der WM-Städte stellt der Bund 3,7 Milliarden Euro bereit. Mehr als 800 Millionen Euro fließen in den Nahverkehr. Hinzu kommen Investitionen von Ländern und Gemeinden sowie der Bahn.
Alle Beteiligten wiesen darauf hin, dass die Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur auch in der Zeit nach der WM Früchte tragen würden. Am Ende werden alle etwas davon haben, sagte Stolpe. Zu den Projekten gehört beispielsweise der sechsspurige Ausbau von mehreren Autobahnen sowie bessere Nahverkehrs-Verbindungen in die zwölf WM-Stadien. Bahnchef Hartmut Mehdorn versicherte, dass auch der neue Berliner Hauptbahnhof zur WM pünktlich fertig sein werde. Wir sind im Termin mit allen unseren Maßnahmen.
Die Eintrittskarten berechtigen nun am jeweiligen Spieltag in allen zwölf Austragungsorten zur kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen. Beckenbauer lobte das Kombiticket als besonderen Anreiz, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Ziel der Veranstalter ist es, die Zuschauer zum Verzicht auf das eigene Auto zu bewegen. Die ersten regulären Eintrittskarten können derzeit übers Internet vorbestellt werden. Mitte April werden sie verlost. Derzeit gibt es bereits mehr als 2,9 Millionen Bestellungen.
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