Dortmund - Florian Homm, Großaktionär der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, hat sich gegen Tabus bei Spielerverkäufen ausgesprochen.
Wenn es in der aktuellen Übergangsphase Interessenten für einen Spieler gibt, egal um wen es sich handelt, muss das eine wirtschaftliche Entscheidung sein, sagte der Fonds-Manager in einem Interview von Spiegel online. Damit wandte sich Homm gegen Pläne des Bundesligisten, dessen Führung Profis wie Jan Koller, Sebastian Kehl, Leonardo Dede und Christoph Metzelder für unverkäuflich erklärt hatte.
Großaktionär Homm, der 26 Prozent der Anteile an dem börsennotierten Fußball-Unternehmen hält, stellte auch den Namen des Westfalenstadions zur Disposition: Dass man nicht stärker daran arbeitet, einer der meistbesuchten Arenen Europas einen Sponsor-Namen zu geben, halte ich für falsch. Homm forderte die Vereinsführung zudem auf, bei der Sanierung offener für mögliche Investoren zu sein: Kredite teilweise in Aktienkapital umzuwandeln, wäre eine echte Alternative. Hier sind die Relationen noch nicht in Ordnung. Da werden wir weiter konstruktiv Druck machen müssen.
Gleichwohl wähnt Homm den BVB bei der Sanierung prinzipiell auf einem guten Weg. Von seinem Aktienpaket will er sich derzeit nicht trennen: Damit wir verkaufen, muss die Aktie höher notieren. Ich habe immer gesagt, dass unser Kursziel zwischen vier und fünf Euro liegt. Das wäre ein gutes Etappenziel und dabei bleibt es. Ich möchte dieses Ziel auch binnen der nächsten 12 bis 18 Monate erreichen.
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