London - Geld spielt keine Rolle beim FC Chelsea. Knapp 450 Millionen Euro gab der russische Öl-Milliardär Roman Abramowitsch in noch nicht mal zwei Jahren aus, um den Club aus dem Londoner Südwesten zu einer der Topadressen im europäischen Fußball zu machen.
In diesem Jahr kommen die sportlichen Erfolge beim Gegner des FC Bayern München im Champions-League-Viertelfinale. Der englische Ligapokal ist der erste Titel der Abramowitsch-Ära, weitere sind programmiert. In der Premier League hat das zusammengekaufte Starensemble neun Spieltage vor Schluss elf Punkte Vorsprung auf Manchester United. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum ist die erste Meisterschaft seit 50 Jahren zum Greifen nah.
Entscheidend für die jüngsten Erfolge war die Verpflichtung von Trainer José Mourinho, im vergangenen Jahr Champions-League-Sieger mit dem FC Porto. Seit der 42-jährige Portugiese an der Stamford Bridge das Zepter schwingt, spielt der FC Chelsea zwar oft nicht schön, aber äußerst effektiv: In 29 Ligaspielen kassierte der Club nur neun Gegentore. Die Abwehr ist ohne Zweifel das Prunkstück.
Der tschechische Torwart Petr Cech hat laut englischer Presse die sichersten Hände Europas. Vor ihm lassen die Abwehrrecken John Terry und Alberto Carvalho nichts anbrennen. Sehr zum Leidwesen von Robert Huth, der es dadurch sehr schwer hat, Einsatzzeit zu bekommen. Ausgerechnet der FC Bayern soll an einer Verpflichtung des deutschen Jung-Nationalspielers interessiert sein.
Der Schlüsselspieler im Angriff ist der niederländische Nationalstürmer Arjen Robben. Nach einem doppelten Fußbruch ist er rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase wieder fit. Mittelfeldmotor Frank Lampard wird bereits als kommender Kapitän der englischen Nationalmannschaft gehandelt. Der 26-Jährige gilt als einer der besten und torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Welt. Sie alle sollen mithelfen, das große Ziel von Abramowitsch, mit 10 Milliarden Euro der reichste Mann der Welt unter 40 Jahren, zu verwirklichen: Bald so groß zu sein wie Real Madrid. Aktuell erfolgreicher und reicher ist der FC Chelsea jetzt schon.
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