Nürnberg - Ivan Klasnic hat Werder Bremen mit einem Doppelpack zurück auf die Erfolgsspur gebracht. Der kroatische Stürmer erzielte beim 2:1 (2:0)-Erfolg des deutschen Fußball-Meisters gegen den 1. FC Nürnberg in der 22. und 45. Minute beide Treffer für Werder.
Damit beendete er die Mini-Krise der Hanseaten. Für die seit sieben Heimspielen sieglosen Nürnberger konnte vor 27 525 Zuschauern im Frankenstadion nur Stefan Kießling (69.) ein Tor erzielen. Während die Franken weiterhin im Tabellenkeller feststecken, untermauerten die Bremer ihre Ambitionen, mindestens einen Platz in der Champions League zu erreichen. Als Tabellen- Dritter der Bundesliga hat Werder nun sechs Punkte Rückstand auf den FC Bayern München.
Werders Coach Thomas Schaaf hatte die Abwehr mit Paul Stalteri, Valerién Ismaël, Petri Pasanen und Ludovic Magnin wieder so formiert wie bei der 2:7-Pleite gegen Olympique Lyon in der Champions League vor knapp zwei Wochen. Wolfgang Wolf wählte für Nürnberg eine ungewöhnliche Abwehr-Formation: Bartosz Bosacki und Marek Nikl agierten als Manndecker, Mario Cantaluppi als eine Art Libero.
Im Bremer Angriff spielte Nelson Valdez an der Seite von Klasnic, Nationalstürmer Miroslav Klose nahm wegen Zahnschmerzen zunächst nur auf der Bank Platz und wurde in der 61. Minute eingewechselt.
Bis zur Bremer Führung gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Ihre erste schwarze Minute erwischte die schwache Club-Abwehr, als Stalteri unbedrängt zu Klasnic flankte. Der Kroate konnte ohne Gegenwehr der Nürnberger Verteidiger das Bremer 1:0 erzielen.
Nach dem Führungstreffer dominierte der Meister und Pokalsieger die Partie, ohne glänzen zu müssen. Nürnberg war in der Abwehr überfordert und zeigte große Mängel im Spielaufbau. Die Gäste von der Weser dagegen agierten souverän. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nutzte Werder eine Standard-Situation zum 2:0: Frank Baumann verlängerte per Kopf einen Eckball, Klasnic vollendete sicher aus vier Metern Entfernung.
In der zweiten Spielhälfte hatte Wolf die Nürnberger Abwehr umgestellt und Cantaluppi ins Mittelfeld vorgezogen, wo er dem Übergewicht des Gegners entgegenwirken sollte. Der eingewechselte Stefan Kießling sorgte für Belebung im Club-Spiel. Werder-Torhüter Andreas Reinke konnte in der 69. Minute Mintals Schuss parieren, Kießling brachte den Ball aus kurzer Distanz dann doch noch über die Torlinie.
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