Villarreal letzter spanischer Club im Europapokal | 2005-03-21
Madrid - Nicht das große Real Madrid oder der FC Barcelona, sondern der kleine Provinzclub FC Villarreal hat als einziger spanischer Verein das Viertelfinale der europäischen Cupwettwerbe erreicht.
Das Team aus der Kleinstadt in Ostspanien gewann im UEFA-Pokal das Achtelfinal-Rückspiel gegen Steaua Bukarest 2:0 (Hinspiel 0:0). Im Viertelfinale treffen die Blau-Gelben, die im UI-Cup den Hamburger SV bezwangen, auf den AZ Alkmaar.
Der FC Villarreal ist nach dem Ausscheiden aller anderen spanischen Clubs in der Champions League und im UEFA-Pokal das letzte Team, das von der einst stolzen Streitmacht von acht Vereinen übrig blieb. Der spanische Fußball befindet sich nicht gerade auf einem Höhepunkt, sagte Nationaltrainer Luis Aragonés. Die Entwicklung ist Besorgnis erregend. Zuletzt hatte Spanien vor 16 Jahren eine solch schlechte Bilanz vorzuweisen.
Villarreal ist seit 17 Europacup-Spielen im heimischen Madrigal-Stadion ohne Gegentor. In der vom deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark souverän geleiteten Partie gegen Bukarest führte Spielmacher Juan Román Riquelme die Spanier zum Sieg. Der vom FC Barcelona ausgeliehene Argentinier bereitete das 1:0 von José Mari (5. Minute) vor und verwandelte einen Elfmeter (61.). Überschattet wurde das Spiel vom Tod der Großmutter des Villarreal-Profis Sergi Cazorla, die auf der Tribüne einen Herzinfarkt erlitt.