Trujillo - Zwischen dem Elfmeterpfiff des Schiedsrichters und der Ausführung des Strafstoßes lagen genau zwei Monate. Torjäger Willy vom spanischen Amateurclub Trujillo hat einen Elfmeter verwandelt, den der Unparteiische seinem Team am 23. Januar zugesprochen hatte.
Das Punktspiel zwischen Trujillo und Alagón war damals beim Stande von 1:1 in der 90. Minute unmittelbar nach dem Elfmeterpfiff abgebrochen worden, weil Zuschauer einem Linienrichter ans Leder wollten. Zum längsten Elfmeter der Welt bauten zwei Monate später TV-Sender aus ganz Spanien ihre Kameras am Sportplatz von Trujillo auf. 2000 Zuschauer, vier Mal so viele wie bei einem normalen Spiel, wollten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen. Der Zufall will es, dass in den spanischen Kinos gerade eine Filmkomödie läuft, die einen solchen aufgeschobenen Elfmeter zum Thema hat.
Trujillo kam durch den Strafstoß nicht nur zum 2:1, sondern erzielte in der Nachspielzeit auch noch das 3:1. Die Stadt der Eroberer, wie Trujillo genannt wird, hofft nun auf den Aufstieg ihres Teams in die 4. Liga. Der Ort im Südwesten Spaniens ist als die Heimat der Pizarro-Brüder bekannt, die im 16. Jahrhundert Peru eroberten.
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