Berlin - Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat beim Bundeskartellamt und bei der EU-Kommission die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragt.
Hintergrund sei die Monopolstellung des Kreditkartenunternehmens MasterCard beim Verkauf von Tickets für die Fußball-WM 2006, heißt es in einer Pressemitteilung. Wenn Sponsoren-Unwesen bei Sport-Großveranstaltungen zu einer Einschränkung des Wettbewerbs führt, hört für uns der Spaß auf, sagte Patrick von Braunmühl, Stellvertretender Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband.
MasterCard ist einer von 15 Großsponsoren des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA). Der DFB als Ausrichter ist verpflichtet, die Rechte der FIFA-Sponsoren zu wahren. So dürfen nach der bisher geltenden Vereinbarung die Bezahlungen der WM-Karten nur über MasterCard erfolgen.