Frankfurt/Main - Urs Siegenthaler hat die Qualität der Copa América und den Torhunger der südamerikanischen Fußball-Mannschaften hervorgehoben.
Die Ausrichtung ist tatsächlich überwiegend offensiv, anders als bei der Weltmeisterschaft in Deutschland, sagte der DFB-Chescout in einem auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlichten Interview. Der Spielaufbau, schon vom Torhüter und Innenverteidiger, ist stets offensiv ausgerichtet. Die Bereitschaft, weite Wege zu gehen, ist enorm.
Neben der taktischen Marschroute trage wahrscheinlich auch das Naturell jedes einzelnen Spielers und Trainers, lieber ein Tor mehr zu schießen als zu bekommen, zu der hohen Torquote bei. Allein in den Viertelfinal-Partien fielen im Schnitt 5,5 Treffer. Fast alle Teams würden mit zwei echten Sturmspitzen agieren, zudem mit zwei oder drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldakteuren, schilderte Siegenthaler. Besonders lobte er die Leistungen Mexikos (spielt am besten) und Argentiniens (überragende Einzelspieler mit Riquelme und Messi).
Die Absagen von Brasiliens Superstars Kaka und Ronaldinho hätten dem Stellenwert der Meisterschaft nicht geschadet. Eher das Gegenteil sei der Fall. Insgesamt stehe die Copa in keiner Weise hinter einer EM zurück, sagte der Schweizer. Viele Leute laufen Gefahr, die Südamerika-Meisterschaft zu unterschätzen. Es ist nicht so, dass die Copa América einfach nach dem Meisterschaftsende in Europa am andern Ende der Welt zur Belustigung der Teams ausgetragen werden.
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