FC Chelsea darf Kokainsünder Mutu verklagen | 2005-04-20
London - Der englische Tabellenführer FC Chelsea darf den fristlos entlassenen Kokainsünder Adrian Mutu auf Entschädigung in Millionenhöhe verklagen. Das entschied der Berufungsausschuss der Premier League.
Chelsea verlangt vom rumänischen Fußball-Nationalspieler wegen des Verlustes seines Transferwertes Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 12 Millionen Euro. Wir sind natürlich erfreut, dass der Berufungsausschuss uns ermöglicht, bei der FIFA Entschädigungsforderungen und sportliche Sanktionen einzuklagen, teilte der Londoner Club mit.
Mutu war im vergangenen Oktober wegen nachgewiesenen Kokainkonsums gefeuert worden. Der 26-jährige Skandalstürmer wurde anschließend für sieben Monate national und international gesperrt. Die Sperre läuft am 18. Mai ab. Juventus Turin verpflichtete den Rumänen im Januar ablösefrei. Chelsea hatte den Torjäger im Sommer 2003 für 23 Millionen Euro Ablöse vom AC Parma verpflichtet und will nun über die Hälfte dieser Summe zurückfordern.