Frankfurt/Main - Der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, hat Plänen einer Aufstockung von Spielklassen als Folge des Manipulations- und Wettskandals eine klare Absage erteilt.
Laut Grundlagenvertrag dürfen maximal 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga angehören, erklärte Zwanziger in einer DFB-Mitteilung. Der DFB-Chef reagierte damit auf Erwägungen von Vereinen aus der 2. Liga, wegen des undurchsichtigen Wettskandals den Abstieg für diese Saison auszusetzen oder die Abstiegsregelung zu ändern.
Rot-Weiß Essen hatte eine Auf- und Abstiegsregelung mit einer Relegationsrunde der vier letztplatzierten Clubs zur Ermittlung von nur zwei Absteigern vorgeschlagen. Mit vier Aufsteigern aus der Regionalliga sollte die 2. Liga in der Saison 2005/2006 mit 20 Vereinen spielen. Unser Ziel muss es sein, den sportlichen Wettbewerb mit den elementaren Bestandteilen Auf- und Abstieg so umzusetzen, wie es zu Saisonbeginn festgelegt worden ist, sagte Zwanziger.
Auch Rainer Koch, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, hatte sich nach der Verhandlung im Fall Karlsruher SC/MSV Duisburg gegen derartige Überlegungen gewandt und dafür plädiert, die Wettbewerbs-Sicherung nicht am grünen Tisch, sondern auf dem grünen Rasen zu suchen. Der DFB will sich auf seinem außerordentlichen Bundestag am 28. April in Mainz mit der sportpolitischen Aufarbeitung des Wett- und Manipulationsskandals und der Sicherung des Spielbetriebes in der kommenden Saison befassen.
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