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Aachen und Aue bleiben im Aufstiegsrennen | 2005-04-01


München - Alemannia Aachen und Erzgebirge Aue haben in der 2. Fußball-Bundesliga ihre Aufstiegschancen gewahrt. Zum Auftakt des 27. Spieltages feierten die punktgleichen Verfolger souveräne Heimsiege.

Die Aachener fertigten Rot-Weiß Erfurt mit 5:1 (4:0) ab und rückten mit 43 Zählern vorübergehend auf Platz vier vor. Der neue Tabellenfünfte Aue liegt nach einem 2:0 (2:0)-Erfolg im Ost-Derby gegen Energie Cottbus ebenfalls nur noch einen Punkt hinter dem Tabellendritten TSV 1860 München, der im Spitzenspiel den 1. FC Köln empfängt. Im Abstiegskampf kam Rot-Weiß Essen zu einem wichtigen 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen Mitaufsteiger Dynamo Dresden. Rund 50 000 Zuschauer sorgten für stimmungsvolle Kulissen bei den drei Partien. Sie erlebten drei Heimsiege mit insgesamt elf Toren.

Die Partie in Aue dürfte noch ein Nachspiel haben, weil ein offenbar von außerhalb des Stadions abgefeuerter Feuerwerkskörper kurz vor Spielende den Cottbuser Trainer Petrik Sander am Kopf traf und verletzte. Sander musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ich bin entsetzt. Die Polizei schaut zu, die Ordner schauen zu. Das ist die Fortsetzung von Slowenien, sagte der Cottbuser Präsident Dieter Krein in einer ersten Reaktion dem TV-Sender Premiere.

Mann des Abends in Aachen war Erik Meijer: Der niederländische Stürmer trumpfte nach einer Sprunggelenks-Verletzung als dreifacher Torschütze auf (2./36./44.). Schon nach 81 Sekunden eröffnete er mit einem Kopfball das Schützenfest. Daniel Gomez (40.) und Cristian Fiel (47.) sorgten für die weiteren Treffer auf dem mit 20 962 Zuschauern ausverkauften Tivoli. Die Erfurter, für die Andreas Richter in der 90. Minute erfolgreich war, machten dem Favoriten das Siegen leicht, zumal sie eine Stunde lang in Unterzahl spielen mussten. Stephan Keller sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (32.).

15 000 Zuschauer sorgten beim Prestigeduell im Osten (Aues Trainer Gerd Schädlich) für ein ausverkauftes Erzgebirgestadion. Und allein die Fans des Gastgebers hatten Grund zum Jubeln: Skerdilaid Curri (15.) und Sebastian Helbig (19.) stellten mit ihrem Doppelschlag frühzeitig den Auer Sieg sicher. Der Aufstiegskandidat aus Aue ist nun seit neun Heimspielen unbesiegt, während für Cottbus das Zittern um den Klassenverbleib weitergeht.

Die Heimstärke bleibt die größte Trumpfkarte der Essener im Abstiegskampf. Radoslav Kaluzny (35.) und Bjarne Goldbaek (43.) sorgten mit ihren Toren für den Heimerfolg gegen Dresden, das nach dem Anschlusstreffer von Dexter Langen (88.) nach zuletzt vier Siegen hintereinander erstmals wieder verlor.


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