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Hoyzer will sich nicht DFB-Gerichtsbarkeit entziehen | 2005-04-13


Frankfurt/Main - Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer will sich laut seines Anwalts Thomas Hermes nicht der Gerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entziehen.

Dies erklärte der Jurist am Rande der Berufungsverhandlung zum Zweitligaspiel MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth (1:0) vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt. Dort sagte Hoyzer zum ersten Mal öffentlich vor dem Verband aus.

Hoyzer war am 31. März bei Hertha BSC Berlin ausgetreten. Ihm wurde vorgeworfen, sich dadurch der DFB-Gerichtsbarkeit zu entziehen. Vier Tage nach der Aufdeckung des Skandals am 26. Januar hatte der Berliner über seine Anwälte zunächst erklären lassen, er werde nicht aus seinem Verein austreten.

In der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main äußerte sich der Hauptbeschuldigte im Wettskandal nur zum von ihm geleiteten Zweitligaspiel. Vor und nach seiner Vernehmung gab er keine weitere öffentliche Erklärung ab. Mit seinem Anwalt wurde er vor den Medien abgeschirmt. Hoyzer sei bei der Verhandlung erschienen, um seiner Aufklärungspflicht nachzukommen, und nicht um öffentliche Erklärungen abzugeben, erklärte Hermes. Der Hoyzer-Anwalt geht davon aus, dass sein Mandat vor einem ordentlichen Gericht eine Bewährungsstrafe erhält.

Zu dem verhandelten Spiel erklärte Hoyzer erneut, dass er nichts hätte unternehmen müssen, um es zu manipulieren. Er habe am Spieltag in seinem Hotelzimmer einen Telefonanruf des mitbeschuldigten Ante S. bekommen, ob ich etwas für einen herkömmlichen Duisburger Sieg tun könne und mir etwas hinzuverdienen könnte, sagte Hoyzer. Mehrere Tage nach dem Spiel habe er vor seiner Berliner Wohnung vom Bruder des Ante S., Milan S., 5000 Euro erhalten. Eine Manipulation bestritt der mittlerweile gegen Meldeauflagen aus der U-Haft entlassene Ex- Referee, gegen den noch ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs anhängig ist.

Ich kann ganz fest behaupten, dass ich dieses Spiel nach bestem Wissen und Gewissen geleitet habe. Ich habe in keiner Form und bei keiner Entscheidung zum Nachteil einer der beiden Mannschaften gepfiffen, erklärte Hoyzer.


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