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Bielefelder Buckley vor Wechsel zum BVB | 2005-04-25


Dortmund - Ausgerechnet der hochverschuldete Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat das Tauziehen um den umworbenen Torjäger Delron Buckley offenbar gewonnen.

Nach Medienberichten ist der Transfer des südafrikanischen Nationalspielers von Arminia Bielefeld zum Tabellen-Achten bereits ausgemachte Sache. Demnach wird der bis 2007 vertraglich an Bielefeld gebundene Buckley für eine festgeschriebene Ablösesumme von 425 000 Euro wechseln. BVB-Sportmanager Michael Zorc hat mir telefonisch mitgeteilt, dass Dortmund mit Buckley verhandelt, sagte Arminen-Geschäftsführer Thomas von Heesen.

Buckley wäre nach Philipp Degen (FC Basel) und Ebi Smolarek (Feyenoord Rotterdam) der dritte Neuzugang in Dortmund. Da sich der pfeilschnelle 27 Jahre alte Angreifer bei seinem Wechsel von Bochum nach Bielefeld eine vergleichsweise niedrige Ablöse zusichern ließ, ist der Transfer mit dem Sanierungsplan der Borussia vereinbar. Wir haben nie gesagt, dass wir nicht investieren, hatte BVB Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon bei der Verpflichtung des bisher ausgeliehenen Smolarek in der Vorwoche betont.

Durch die geplanten Abgänge von Sunday Oliseh, Guillaume Warmuz, Andre Bergdölmo, Ahmed Madouni und Niclas Jensen entsteht in Dortmund neuer finanzieller Handlungsspielraum. Auch Außenspieler Evanilson ist von der Gehaltsliste gestrichen: Der Vertrag mit dem Brasilianer wurde am Wochenende mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Kommt der Transfer von Buckley wie geplant in den kommenden Tagen zu Stande, verliert der Aufsteiger aus Bielefeld einen weiteren Leistungsträger. Vor Buckley, mit 15 Treffern derzeit Dritter der Bundesliga-Torjägerliste, hatten bereits Nationalspieler Patrick Owomoyela (Werder Bremen), Ervin Skela (1. FC Kaiserslautern) und Benjamin Lense (1. FC Nürnberg) bei anderen Clubs angeheuert. Zudem ist der Wechsel von Matthias Langkamp nach Wolfsburg nahezu perfekt.

Dieser Ausverkauf der Stars stimmt Uwe Rapolder nachdenklich: Der Arminen-Trainer hatte seinen Verbleib in Bielefeld wiederholt von der Personalpolitik der Vereinsführung abhängig gemacht. Nicht zuletzt deshalb war Finanzchef Roland Kentsch bei den Verhandlungen mit Buckley nach eigenen Aussagen bis an die Schmerzgrenze gegangen.

Nach diesen Gesprächen hatten wir eigentlich den Eindruck, dass die Sache passt, sagte von Heesen. Doch die im Vertrag fixierte niedrige Ablöse machte Buckley für andere Clubs doppelt interessant. Ohne diesen Passus hätte ein Verein wie Bielefeld einen solchen Spieler nie verpflichten können, hatte sich Kentsch im Anschluss an das Pokal-Aus gegen Bayern München gegen aufkommende Kritik zur Wehr gesetzt. Buckley war zu Saisonbeginn für 250 000 Euro aus Bochum zu den Ostwestfalen gewechselt.


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